Regionale Lebensmittelversorgung unterstützen

Stand: 26. August 2026

Regionale Lebensmittel - ein beliebter Einkaufstrend von Verbrauchern. In Krisenzeiten, wenn Lebensmittelpreise stark steigen, bekommt die regionale Versorgung mit Lebensmitteln eine wachsende Bedeutung.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Eine auf viele Betriebe verteilte Lebensmittelversorgung verringert die Risiken von Lieferengpässen durch Missernten, Klimawandel oder und Krisen und sorgt so für Sicherheit.
  • Bei der regionalen Lebensmittelproduktion ist Deutschland stark auf Importe angewiesen. 
  • Gute gesunde Lebensmittel und Ernährung sollen ezahlbar, regional, fair und nachhaltig sein. 
  • Tatkräftige Unterstützung im Obst- und Gemüsebau ist jederzeit willkommen und gefragt.

Warum ist die Versorgung mit Lebensmitteln aus der Region wichtig?

In Krisenzeiten sind kleine und mittelständische landwirtschaftliche Betriebe sowie handwerkliche Lebensmittelverarbeiter besonders wichtig. Fallen große Betriebe mit globalen Lieferketten aus – etwa wegen Quarantäne, Logistikproblemen oder Grenzschließungen –, drohen Produktionsausfälle und Versorgungsengpässe. Ist die Versorgung dagegen auf viele Betriebe in der Nähe verteilt, verringern sich diese Risiken deutlich.

In Zeiten des Klimawandels häufen sich durch Trockenheit und Unwetter die Ernteausfälle. Diese führen schnell zu deutlich höheren Lebensmittelpreisen. Deshalb ist es wichtig, die Klimaanpassung und Regionalisierung der Landwirtschaft zu beschleunigen. Verkürzte Lieferwege können dabei den Ausstoß von Klimagasen senken.

Heimische Selbstversorgung verbessern

Vor allem bei Obst und Gemüse sind wir in Deutschland stark auf Importe angewiesen. So liegt der Selbstversorgungsgrad bei Gemüse durchschnittlich nur bei gut einem Drittel des Verbrauchs, bei Obst ist es sogar nur etwa ein Fünftel. Oder bei Tomaten stammen weniger als 5 Prozent aus Deutschland, bei Äpfeln knapp die Hälfte, bei Kirschen und Birnen deutlich unter 20 Prozent.

Während in Deutschland die Zahl der regionalen Betriebe im Obst- und Gemüsebau in den letzten Jahren zurückgingen, sind die Flächen für Exportprodukte und den Anbau von Energiepflanzen gewachsen. 

Es gilt also die Liefersicherheit zu erhöhen, so dass die Preisausschläge bei Lebensmitteln in Krisen geringer ausfallen. Sinkende Umsätze bedrohen seit Jahren regionale Landwirte und Handwerksbetriebe wie Bäcker, Metzger, Konditoren und kleine verarbeitende Unternehmen. Die Preispolitik des Handels bevorteilt die großangelegte industrielle Produktion und Verarbeitung, dagegen sind kleinteilige Strukturen, Betriebe und handwerkliche Verarbeitung immer weniger konkurrenzfähig.

Immer mehr Verbraucher:innen unterstützen eine regionale Produktion von Lebensmitteln und Betriebe aus der Heimat  und damit eine nahe Versorgung mit Lebensmitteln möglich bleibt. Denn Transparenz schafft Vertrauen: Wissen wo die Lebensmittel herkommen, statt anonymer Ware vom Weltmarkt. Bei der Auswahl von regionalem, heimischem Obst und Gemüse hilft der Saisonkalender der Verbraucherzentralen.

Regionale Lebensmittel erhöhen die Versorgungssicherheit gerade in Krisen. Deshalb sollten wir die Landwirtschaft und den Obst- und Gemüsebau dabei unterstützen, noch vielfältiger zu werden und mehr regionale Produkte zu vermarkten. Insgesamt gibt es viele gute Gründe, Landwirtschaft und Handwerksbetriebe hier vor Ort wertzuschätzen, ob nun Bio oder Konventionell: für die Vielfalt regionaler Sorten und Spezialitäten, für Lebensmittel, deren Erzeugung Verbraucher nachvollziehen können und die einen wertvollen Beitrag für unsere Kulturlandschaft und die Sicherung von Arbeitsplätzen in der Region leisten. Hier finden Sie regionale Lebensmittelangebote:

Gute gesunde Lebensmittel und Ernährung für alle

Gesundes Essen für alle bezahlbar machen 

Jeder soll sich gesunde, nachhaltig erzeugte Lebensmittel leisten können – egal wie viel Geld er hat oder wo er wohnt.

Mehr Lebensmittel aus der Region

Landwirtschaft, Verarbeitung und Verkauf sollen stärker vor Ort organisiert werden. Das schützt vor Lieferengpässen, spart Klimaemissionen und sichert faire Einkommen für Bäuer:innen und Handwerksbetriebe bei uns. Regionale Pflanzensorten sollen gefördert werden. 

Gutes Essen in Kitas, Schulen und Kantinen 

Öffentliche Einrichtungen sollen verbindlich hochwertige, regionale und nachhaltige Lebensmittel einkaufen und in Kantinen und Mensen anbieten damit Verbraucher:innen besser essen.

Wissen über Essen stärken 

Ernährungsbildung soll ausgebaut werden: Kochen, Schulgärten, Infos zu Saisonalität und Herkunft. Der Aufbau lokaler Netzwerke wie etwa Ernährungsräte unterstützt werden, damit Menschen vor Ort mitgestalten können. 

Faire Regeln für alle 

Die Politik soll dafür sorgen, dass Bürgergeld und Sozialleistungen reale Ernährungskosten abdecken, der Handel und Wettbewerb fair ist, Preise transparenter und Lebensmittelabfälle reduziert werden.

Einkaufen beim Bauern, in Hofläden und auf Wochenmärkten

Obst- und Gemüsekisten 

Frisches und regionales Gemüse und Obst direkt nach Hause geliefert bekommen: Es gibt es viele Anbieter, die Gemüse- und Obstkisten als Abo oder auf Bestellung in verschiedenste Regionen liefern. Egal ob Großfamilie oder Single-Haushalt: Bei der Vielzahl an Anbietern lassen sich Kisten mit Rezepten ganz nach Bedarf zusammenstellen.

Gemeinsam einkaufen

Podcast: Regional – und doch weit gereist?!

Was steckt hinter Regionalwerbung bei Lebensmitteln?

 

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Warnung vor Lebensmitteln

Behörden aller Bundesländer warnen regelmäßig vor Lebensmitteln, wenn diese z. B. verbotene Rückstände oder Keimbelastungen enthalten.

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