Warmwasser clever nutzen

Mit einfachen Maßnahmen Energie und Kosten sparen

Pressemitteilung vom 29. Oktober 2026

Die Warmwasserbereitung zählt zu den größten Energieverbrauchern im Haushalt und bietet gleichzeitig erhebliches Sparpotenzial. Wer die richtige Technik nutzt und einige einfache Verhaltensregeln beachtet, kann seinen Energieverbrauch deutlich senken. Insbesondere bei der dezentralen Warmwasserbereitung, also etwa Durchlauferhitzern, lohnt sich ein Blick auf die Effizienz der eingesetzten Geräte. Inse Ewen, Energieexpertin der Energieberatung der Verbraucherzentrale Bremen, erklärt, welche kleinen Anpassungen im Alltag sich bereits auf der nächsten Energierechnung bemerkbar machen können.

Mit kleinen Maßnahmen dreifache Sparwirkung 

Wer Warmwasser einspart, senkt 

  • die Energiekosten zur Warmwassererwärmung, 
  • das dazu benötigte Kaltwasser und 
  • die auf jeden Kubikmeter Kaltwasser anfallenden Abwassergebühren. 

Neben der passenden Technik helfen auch einfache Verhaltensänderungen beim Sparen. Kürzeres Duschen und wassersparende Armaturen reduzieren den Verbrauch von Wasser und Energie unmittelbar. Wer seine Warmwasserbereitung optimiert, entlastet den Geldbeutel und schont wertvolle Umweltressourcen. 

Warmwasser: Oft unterschätzter Energiefresser

Ob Duschen, Händewaschen oder Geschirrspülen: Für die Erwärmung von Wasser wird in privaten Haushalten viel Energie benötigt. Dennoch wird dieser Verbrauch häufig unterschätzt. Dabei lassen sich durch eine effiziente Warmwasserbereitung und einen bewussten Umgang mit Warmwasser spürbare Kosten einsparen.

Zentral oder dezentral: die richtige Lösung für jedes Zuhause

Es wird zwischen einer zentralen und einer dezentralen Warmwasserbereitung unterschieden. 

  • Bei zentralen Systemen wird das Wasser in einem Speicher erwärmt und wird dann zu den „Zapfstellen“ transportiert.
  • Dezentrale Systeme erzeugen warmes Wasser direkt an der Zapfstelle, etwa mit einem Durchlauferhitzer oder einem kleinen Speichergerät in der Küche, häufig unter der Spüle oder im Badezimmer. 

In einem Mehrpersonen-Haushalt mit einem hohen Warmwasserbedarf ist ein zentrales System meist die wirtschaftlichere Lösung, insbesondere wenn es mit einer effizienten Heizungsanlage und erneuerbaren Energien kombiniert wird. 

Bei langen Leitungswegen kann dagegen ein dezentrales System Vorteile bieten, da weniger Energie für die Speicherung und Verteilung des warmen Wassers verloren geht.

Effiziente Technik zahlt sich aus

Haushalte mit veralteten elektrischen Durchlauferhitzern sollten diese durch moderne, elektronisch geregelte Geräte ersetzen. Diese passen ihre Wärmeabgabe automatisch an den tatsächlichen Bedarf an und liefern die gewünschte Wassertemperatur. Gegenüber älteren hydraulischen Modellen verbrauchen sie weniger Wasser und Energie.

Verluste vermeiden, Verbrauch senken

Wer Warmwasser zentral über einen Speicher bereitstellt, sollte auf eine sehr gute Dämmung von Speicher, Leitungen und Armaturen achten. Denn je höher die Temperatur und je länger das Wasser in den Leitungen vorgehalten wird, desto größer sind die Energieverluste. 

Bei Durchlauferhitzern liegt der Vorteil darin, dass Wasser nur dann erwärmt wird, wenn es tatsächlich benötigt wird. Dadurch entfallen Speicherverluste. Besonders sinnvoll kann dies bei geringem Warmwasserverbrauch oder langen Leitungswegen sein.

Weitere Fragen zum Thema Heizungstausch beantwortet die Energieberatung der Verbraucherzentrale Bremen mit ihrem Angebot. Die Beratung findet online, telefonisch, per Video oder in einem persönlichen Gespräch statt. Unsere Fachleute informieren anbieterunabhängig und individuell. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind alle Beratungsangebote kostenfrei. Mehr Informationen und Terminvereinbarungen gibt es auf verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter unserer bundesweit kostenfreien Hotline 0800 – 809 802 400, sowie unter 0421 16077-7 (ggf. Kosten). Besuchen Sie auch unseren Vortrag „Alte Heizung optimieren oder in eine neue Heizung investieren“ am 10. November 2027 um 17 Uhr im Bürgerzentrum Neue Vahr e.V. in der Berliner Freiheit 10, 28327 Bremen/VHS Ost. Anmeldungen unter vz-hb.de/veranstaltungen. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

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