In häuslicher Quarantäne wegen Corona – wie soll ich mich verhalten?

Stand:
Im Kampf gegen Corona kommt es vor allem darauf an, dass Erkrankte das Virus nicht weiter verbreiten. Für Betroffene und ihre Kontaktpersonen kann darum Isolierung für Erkrankte bzw. häusliche Quarantäne für Kontaktpersonen verhängt werden.
Eine junge Frau sitzt auf dem Sofa, hält eine Tasse in den Händen und sieht fern.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Behörden können häusliche Quarantäne bzw. Isolierung anordnen – sowohl für Menschen, die mit leichten Symptomen an dem Corona-Virus erkrankt sind, als auch für diejenigen, die kürzlich Kontakt zu Erkrankten hatten.
  • In der Regel ordnet das Gesundheitsamt die Maßnahme an.
  • Wir fassen die Regeln zusammen und geben Verhaltenstipps, falls Sie in Quarantäne sind.
  • Wir erläutern außerdem, welche Neuerungen seit Juni 2021 für Rückreisende aus dem Ausland gelten.
On

Die durch das Corona-Virus verursachte Krankheit COVID-19 ist hochansteckend. Sie wird von Mensch zu Mensch übertragen. Deshalb ist es wichtig, Personen zu identifizieren, die Kontakt zu Menschen hatten, bei denen das Corona-Virus im Labor nachgewiesen wurde. Wenn nötig, können die Behörden dann auch für Menschen, die Kontakt zu Erkrankten hatten, häusliche Quarantäne anordnen.

Eine häusliche Quarantäne ist notwendig, um eine weitere Ausbreitung des Corona-Virus so weit wie möglich zu verlangsamen, damit unser Gesundheitssystem nicht völlig überlastet wird und Zeit hat, sich anzupassen.

Isolierung von Erkrankten und Quarantäne von Kontaktpersonen sind Schutzmaßnahmen. Sie können aber als sehr belastend empfunden werden, denn sie schließen Sie als erkrankten, möglicherweise erkrankten Menschen oder als Kontaktpersonen vom sozialen Leben weitgehend aus.


Alle Verbraucher-Informationen zu Corona finden Sie auf dieser Übersichtsseite zum Thema.


Wer muss in Isolierung oder Quarantäne?

Zuständig für die Anordnung von Quarantäne-Maßnahmen sind die Gesundheitsämter. Die rechtliche Grundlage dafür ist das Infektionsschutzgesetz.

Isolierung nach bestätigter Infektion
Eine Isolierung ist eine behördlich angeordnete Maßnahme für Personen, bei denen eine SARS-CoV-2-Infektion durch einen PCR-Test nachgewiesen wurde.

Quarantäne im Verdachtsfall
In Quarantäne müssen Sie, wenn bei Ihnen der Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht. Zum Beispiel, weil Sie aus einem Hochrisikogebiet eingereist sind oder engen Kontakt zu einer nachweislich infizierten Person hatten.


Sie werden dann als enge Kontaktperson mit erhöhtem Ansteckungsrisiko eingestuft, wenn eine der folgenden Situationen vorliegt:

  1. Sie hatten länger als zehn Minuten Kontakt mit weniger als 1,50 Metern Abstand zu einer wahrscheinlich infektiösen Person, ohne adäquat geschützt gewesen zu sein. Das heißt, ohne dass Sie und die andere Person durchgehend und korrekt einen Mund-Nasen-Schutz oder eine FFP2-Maske getragen haben.
  2. Sie hatten ein Gespräch mit einem wahrscheinlich infizierten Menschen mit weniger als 1,50 Metern Abstand und ohne adäquaten Schutz, unabhängig von der Gesprächsdauer. Oder Sie hatten direkten Kontakt z.B. mit dem Speichel eines vermutlich Infizierten.
  3. Sie waren gleichzeitig und länger als zehn Minuten mit einem wahrscheinlich infizierten Menschen in einem Raum mit hoher Konzentration infektiöser Aerosole. Und das unabhängig vom Abstand, auch wenn Sie einen Mund-Nasen-Schutz oder eine FFP2-Maske getragen haben.
  4. Sie haben Krankheitssymptome, haben einen Schnelltest und anschließend einen PCR-Test gemacht. Bis das Ergebnis des PCR-Tests vorliegt, ist Quarantäne Pflicht.
  5. Ihr PCR-Test ist positiv ausgefallen.
  6. Sie leben mit Menschen zusammen, deren PCR-Test positiv ist.

Wie hoch Ihr Ansteckungsrisiko war, ob Sie in Quarantäne müssen und wann diese aufgehoben wird, entscheidet das zuständige Gesundheitsamt.

Wer ordnet Quarantäne oder Isolierung an und wie lange muss man darin bleiben?

In der Regel ordnet das Gesundheitsamt Ihrer Gemeinde die Maßnahme an.

Bisher gilt für Infizierte und Kontaktpersonen mit einer Person, die mit der Omikron-Virusvariante infiziert ist, eine strikte Quarantäne von 14 Tagen. Sie können Sie nicht durch einen negativen Test vorzeitig beenden.

Bund und Länder haben am 7. Januar 2022 vereinbart, die Regeln für die Isolation (von Erkrankten) und die Quarantäne (für Kontaktpersonen) zu vereinfachen.

  • Anders als bisher sollen künftig Kontaktpersonen, die einen vollständigen Impfschutz durch die Auffrischungsimpfung vorweisen, von der Quarantäne ausgenommen sein. Dies gilt auch für frisch Geimpfte und Genesene.
  • Für alle anderen gilt: Die Isolation oder Quarantäne endet nach zehn Tagen, auch ohne Test. Möchten Sie die Quarantäne oder Isolation frühzeitig beenden, geht das bereits nach sieben Tagen mit einem negativen PCR- oder Schnelltest mit Nachweis.
  • Arbeiten Sie in einem Krankenhaus, Pflegeheim oder einer Einrichtung der Eingliederungshilfe, können Sie die Isolierung nach einer Infektion nach sieben Tagen beenden. Sie müssen aber mindestens 48 Stunden symptomfrei sein und einen negativen PCR-Test vorweisen.
  • Schüler:innen sowie Kinder in der Kinderbetreuung können die Quarantäne als Kontaktperson bereits nach fünf Tagen durch einen PCR- oder Antigenschnelltest beenden.

Gut zu wissen: Ausnahmen von der Quarantäne sind möglich bei einem hohen Schutzniveau, zum Beispiel wenn Sie sich täglich testen lassen oder bei Maskenpflicht. Das entscheidet das Gesundheitsamt.

In einigen Bundesländern gelten die neuen Quarantäne-Regelungen bereits, andere folgen voraussichtlich in Kürze. In dieser Grafik sehen Sie die Regelungen auf einen Blick.

Eine Isolierung von Erkrankten wird frühestens zehn Tage nach Krankheitsbeginn aufgehoben, wenn seit mindestens 48 Stunden keine Krankheitsanzeichen mehr vorliegen. Ist die Erkrankung schwer verlaufen, müssen zudem aussagekräftige PCR-Untersuchungsergebnisse vorliegen.

Außerdem: Quarantäne-Pflicht bei Einreise oder Rückreise aus dem Ausland

Seit dem 23. Dezember 2021 besteht eine generelle Nachweispflicht für alle Einreisenden ab 6 Jahren, unabhängig davon, ob Sie auf dem Luft-, Wasser- oder Landweg einreisen. Bei der Einreise nach Deutschland müssen Sie einen Test-, Impf- oder Genesenennachweis vorlegen.

  1. Das gilt bei einer Einreise oder Rückreise aus einem Hochrisikogebiet

    Sie sind ungeimpft und nicht vollimmunisiert?
    Dann müssen Sie bei der Einreise für 10 Tage in Quarantäne. Sie können die Quarantäne kann durch einen negativen Corona-Test (PCR-Test oder POC-Schnelltest) auf fünf Tage verkürzen. Den Test dürfen Sie frühestens am 5. Tag nach Einreise machen

    Sie sind vollständig geimpft oder genesen?
    Dann können Sie die 10-tägige häusliche Quarantäne vorzeitig beenden, wenn Sie einen Impf- oder Genesenennachweis über das digitale Einreiseportal übermitteln. Sie können die Quarantäne mit dem Zeitpunkt der Übermittlung beenden.

    Gut zu wissen: Wenn Sie den Nachweis bereits vor der Einreise übermittelt haben, ist keine Quarantäne erforderlich.

    Alternativ können Sie sich als auch Geimpfte:r ab dem 5. Tag mit einem negativen Testergebnis freitesten.
     
  2. Das gilt bei einer Einreise oder Rückkehr aus einem Virusvariantengebiet

    Dann müssen Sie in jedem Fall 14 Tage in Quarantäne – ob ungeimpft, geimpft oder genesen. Sie können sich nicht freitesten.

Was Sie bei Rückreisen aus Risikogebieten beachten müssen, lesen Sie in diesem Artikel.

Erkundigen Sie sich vor einem Grenzübertritt am besten im Internetauftritt Ihres Bundeslands nach den geltenden Regeln. Aktuelle Fallzahlen, betroffene Länder und Informationen zu Risikogebieten finden Sie beim Robert Koch-Institut.

Was darf ich nicht tun, wenn ich in Quarantäne bin?

  • Sie dürfen Ihre Wohnung ohne Zustimmung des Gesundheitsamtes nicht verlassen.
  • Sie dürfen keinen Besuch von Personen empfangen, die nicht zum eigenen Haushalt gehören.
  • Sie dürfen keinen engen Kontakt zu Personen haben, mit denen Sie zusammenleben.

Verstoßen Sie die Quarantäne, z.B. durch Verlassen der Wohnung, können Sie mit Geld- oder, in schweren Fällen, auch mit Freiheitsstrafe bestraft werden.

Wie soll ich mich in der Quarantäne verhalten?

  • Wenn Sie mit anderen Menschen zusammenleben, sollten Sie sich in unterschiedlichen Räumen aufhalten, um eine Ansteckung zu vermeiden. Schlafen Sie auch nicht im gleichen Zimmer.
  • Achten Sie auf regelmäßiges Händewaschen.
  • Beachten Sie die Husten- und Niesetikette.
  • Lüften Sie Wohn- und Schlafräume gut.
  • Teilen Sie Haushaltsgegenstände wie beispielsweise Geschirr, Wäsche und Handtücher nicht miteinander.
  • Benutzen Sie, wenn möglich, ein eigenes Badezimmer.
  • Teilen Sie Hygieneartikel nicht miteinander. Waschen Sie Wäsche regelmäßig und gründlich.
  • Oberflächen wie Türklinken, Tische und Ablageflächen sollten Sie regelmäßig und gründlich reinigen und, wenn möglich, desinfizieren.
  • Nehmen Sie Mahlzeiten getrennt voneinander ein.
  • Wenn Sie einen Hund haben, bitten Sie Freunde oder Nachbarn, mit ihm in der Zeit der Quarantäne spazieren zu gehen.
  • Bitten Sie andere, die nicht unter Quarantäne stehen, für Sie einkaufen zu gehen (siehe auch unten).

Leben in Ihrem Haushalt Personen, die aufgrund ihres Alters oder aufgrund von Vorerkrankungen zu Risikogruppen gehören, versuchen Sie, sie für die Dauer der Quarantäne woanders unterzubringen, sofern für diese nicht auch eine Quarantäne angeordnet ist.

Was ist, wenn ich in häuslicher Quarantäne medizinische Hilfe benötige?

Kontaktieren Sie sofort Ihr Gesundheitsamt, wenn Sie sich krank fühlen oder Symptome haben wie Husten, Schnupfen, Fieber oder Atemnot. Melden Sie sich außerdem so schnell wie möglich telefonisch bei Ihrem Hausarzt oder rufen Sie den ärztlichen Bereitschaftsdienst mit der bundesweiten Telefonnummer 116 117 an.

Wichtig ist, dass Sie Ihren Gesundheitszustand genau beobachten:

  • Messen Sie zweimal täglich Ihre Körpertemperatur.
  • Führen Sie ein Tagebuch, in dem Sie Symptome und Körpertemperatur eintragen.

Kontaktieren Sie Ihren Haus- oder Facharzt, wenn Sie dringend Medikamente oder ärztliche Behandlung benötigen, und sagen Sie, dass Sie unter Quarantäne stehen. Bei medizinischen Problemen, die zur Nichteinhaltung der Quarantäne führen können, informieren Sie Ihr Gesundheitsamt.

Sie dürfen die Wohnung nach Absprache mit dem Gesundheitsamt nur für einen Test oder für notwendige Arztbesuche verlassen. Dabei müssen Sie die Verhaltensregeln einhalten, wie Abstand halten und Alltagsmaske tragen.

Bei akuten lebensbedrohlichen Erkrankungen, Vergiftungen oder schweren Verletzungen, wählen Sie den Notruf 112 und sagen Sie, dass Sie unter Quarantäne stehen!

Warum muss ich die häusliche Quarantäne einhalten, auch wenn ich ein negatives Testergebnis bekommen habe?

Ein Abstrich ist immer nur eine Momentaufnahme. Der Test besagt lediglich, dass Sie zum Zeitpunkt des Tests nicht krank waren oder erst ganz am Anfang der Infektion standen, sodass ein Nachweis noch nicht möglich war.

Was müssen meine Mitbewohner beachten?

Menschen, die mit Ihnen zusammen in häuslicher Gemeinschaft leben, müssen Folgendes beachten:

  • Auch Ihre Mitbewohner sollten ihre Kontakte zu anderen Menschen reduzieren.
  • Wenn Ihre Mitbewohner Symptome einer Erkrankung verspüren, insbesondere Atemwegsprobleme oder Fieber, sollten sie sich telefonisch bei ihrem Hausarzt melden und nach einer Überweisung zur zentralen Anlaufstelle für Corona-Verdachtsfälle fragen.

Wie versorge ich mich mit Lebensmitteln?

Familie, Freunde und Nachbarn können Lebensmittel kaufen und sollten sie vor der Tür abstellen. In vielen Regionen gibt es Nachbarschaftsinitiativen oder andere ehrenamtliche Helfer. Fragen Sie auch bei kirchlichen Organisationen und Wohlfahrtsverbänden oder in Ihrer Kommune nach. Dort sind häufig die lokalen Hilfsstrukturen bekannt.

Wenn Ihnen keiner helfen kann, sagen Sie das dem Gesundheitsamt.

Wie gehe ich mit der belastenden Situation um?

Eine Quarantäne kann sehr belastend sein. Das Leben begrenzt sich auf die eigenen vier Wände, soziale Kontakte werden eingefroren, aufgrund der kaum vorhandenen Ausweichmöglichkeiten können Konflikte mit den Mitbewohnern auftreten. Ängste und Sorgen vor einer Ansteckung belasten.

Wichtig ist es, in der Quarantäne die eigene seelische Gesundheit zu pflegen.

Praktische Tipps:

  • Schaffen Sie sich feste Tagesstrukturen, unabhängig davon, ob Sie im Homeoffice arbeiten oder nicht.
  • Bleiben Sie z.B. über Telefon oder soziale Medien in Kontakt mit Angehörigen, Freunden oder Arbeitskollegen.
  • Wenn Sie plötzlich ungewöhnlich viel Zeit haben, können Sie überlegen, welche Hobbys derzeit in Frage kommen, z.B. Lesen, Kochen, Spiele oder dergleichen.
  • Bleiben Sie körperlich aktiv: Auch in Ihrer Wohnung können Sie Übungen ausführen. Im Internet gibt es viele Anleitungen.
  • Probieren Sie Meditations- oder Entspannungsübungen aus, wenn Sie sich angespannt fühlen. Dazu gibt es im Internet ebenfalls viele Anleitungen.
  • Seien Sie kritisch. Vor allem in den sozialen Medien werden viele Falschinformationen verbreitet. Informieren Sie sich bei vertrauenswürdigen Quellen, z.B. auf der Website des Robert Koch-Institutes, des Bundesministeriums für Gesundheit oder der Gesundheitsämter.
  • Gestalten oder begrenzen Sie Ihren Medienkonsum, vor allem, wenn Sie merken, dass Sie dadurch belastet werden.
  • Sie dürfen sich während der Quarantäne im eigenen privaten Garten, auf dem Balkon oder auf der Terrasse aufhalten - aber nicht, um andere Menschen zu treffen.
  • Unfreiwillig in häuslicher Quarantäne zu sein, kann eine emotional sehr belastende Situation sein. Wenn Sie sich niedergeschlagen fühlen, sprechen Sie mit Menschen, die Ihnen nahestehen. Eine Anlaufstelle kann die Telefonseelsorge sein. Sie erreichen Sie unter 0800-111 0 111, 0800-111 0 222 oder 116 123. Weitere wichtige Rufnummern finden Sie in unseren Corona-FAQ.
  • Versuchen Sie eine positive Grundhaltung zu bewahren und orientieren Sie sich an Werten, die Ihnen Halt geben.

Habe ich Anspruch auf Lohnfortzahlung, wenn ich in Quarantäne bin?

  1. Bestätigte Infektion mit dem Corona-Virus

    Bei einer bestätigten Infektion mit dem Corona-Virus, die von Symptomen begleitet ist, stellt Ihnen der behandelnde Arzt eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung aus. Das geht derzeit auch telefonisch. (Siehe auch "Was ist mit der telefonischen Krankschreibung?" unter der Rubrik "Gesundheit und Pflege" in unseren Corona-FAQ).

    Bei einer Krankschreibung bekommen Sie bis zu sechs Wochen Lohnfortzahlung vom Arbeitgeber. Sollte die Erkrankung länger als sechs Wochen andauern, zahlt Ihnen die Krankenkasse als gesetzlich krankenversichertem Arbeitnehmer Krankengeld. Als Privatversicherter bekommen Sie Krankentagegeld, wenn Ihr privater Krankenversicherungsvertrag dies einschließt oder Sie eine Krankentagegeldversicherung abgeschlossen haben.
     
  2. Behördlich angeordnete Quarantäne ohne Symptome

    Wenn Sie als Berufstätiger in Quarantäne sind, können Sie nicht mehr in Ihre Arbeitsstätte gehen. Homeoffice kann hier eine Lösung sein.

    Haben Sie keine Krankheitssymptome, darf der Hausarzt keine AU-Bescheinigung ausstellen. Dies gilt auch für positiv auf das Coronavirus SARS-CoV-2 getestete Personen ohne Symptome.

    Hier sind Sie als Geimpfte(r) aber durch das Infektionsschutzgesetz abgesichert. Dabei bekommen Sie ebenfalls für sechs Wochen eine Entgeltfortzahlung durch den Arbeitgeber. Dies gilt ab dem 1. November 2021 nun nicht mehr für Personen, die sich trotz öffentlicher Empfehlung nicht haben impfen lassen oder für die Quarantäne-Pflicht aufgrund einer vermeidbaren Reise in ein Corona-Risikogebiet besteht.

    Reichen Sie zum Erhalt der Ausgleichszahlung den behördlichen Bescheid über die Anordnung der Quarantäne beim Arbeitgeber ein. Der wiederum kann sich die Lohnfortzahlung unter Umständen über die zuständigen Behörden erstatten lassen.

    Erkranken Sie während der Quarantäne, besteht von diesem Zeitpunkt an Arbeitsunfähigkeit wegen Krankheit. Hier ist dann eine AU-Bescheinigung durch den Arzt nötig, die Sie rechtzeitig an den Arbeitgeber weiterleiten müssen. Es gelten dann wieder die Regeln zur Lohnfortzahlung im Krankheitsfall.

Wichtig: Auch Selbstständige können gegen die zuständige Behörde ihren Verdienstausfall bei einer Quarantäne nach dem Infektionsschutzgesetz geltend machen.

Den Antrag auf Entschädigung stellen Sie beim zuständigen Gesundheitsamt. Dort bekommen Sie auch Auskunft bei speziellen Fragen zur Antragstellung.

  • Füllen Sie das Antragsformular des jeweiligen Gesundheitsamtes aus und stellen Sie die Nachweise zusammen.
  • Reichen Sie die Antragsunterlagen vollständig beim zuständigen Gesundheitsamt ein.

Ihr Antrag sollte umgehend geprüft werden, eventuell fehlende Unterlagen werden nachgefordert. Über die Bewilligung oder Ablehnung bekommen Sie einen schriftlichen Bescheid.

Die Frist für die Antragsstellung beträgt bis zu drei Monate nach Beginn des Tätigkeitsverbots oder der Absonderung.

Die Polizei warnt: Haustürbetrug

Betrüger an der Haustür nutzen eine neue Masche. Sie geben sich in Schutzkleidung als Mitarbeiter des Gesundheitsamtes aus, verkaufen angebliche COVID-19-Tests und wollen sich Zutritt zu Wohnungen verschaffen.

Mitarbeiter des Gesundheitsamtes kommen nicht unangemeldet und führen keine Testungen an der Haustür durch!