Parlamentarische Staatssekretärin Rita Hagl-Kehl - Besuch in Bremerhaven

Pressemitteilung vom
  • Herausforderungen und Chancen der Corona-Pandemie
  • Aktuelles aus dem Projekt „Wirtschaftlicher Verbraucherschutz“: Vorsorgewoche, Social Media Kampagnen, Tech-Tool zur Patientenverfügung, Actionbound zum Digitaltag, Online-Seminar zum Weltverbrauchertag
  • Projekt „Verbraucher stärken im Quartier Schweizer Viertel“ – aufsuchende Verbraucherarbeit
Dr. Annabel Oelmann und Rita Hagl-Kehl
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Die Arbeit der Verbraucherzentrale ist vor allem in der Krise existentiell wichtig für die Menschen in Bremen und Bremerhaven. Am 5. August besuchte die Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz, Rita Hagl-Kehl, die Beratungsstelle Bremerhaven.

Die Corona-Krise hat die Verbraucherzentrale Bremen vor neue Herausforderungen gestellt. Innerhalb von 48 Stunden nach dem ersten Lockdown im März 2020 waren die Verbraucherrechtsberater:innen telefonisch und via E-Mail wieder für die Menschen in Bremen und Bremerhaven da. „Wir haben in erster Linie beruhigt und Fakenews enttarnt, ein wahrer Kraftakt für mein Team“, berichtet Annabel Oelmann, Vorständin der Verbraucherzentrale Bremen. Nach kurzer Zeit stand ein Hygienekonzept, das teilweise Beratung vor Ort ermöglichte. „Seit Beginn der Pandemie sind die Beratungs- und Beschwerdezahlen um ein Drittel gestiegen“, so Annabel Oelmann.

Für die Arbeit der Verbraucherzentrale Bremen findet, Rita Hagl-Kehl, lobende Worte: „Die Corona-Pandemie hat viele Verbraucherinnen und Verbraucher vor große wirtschaftliche und persönliche Herausforderungen gestellt. Zudem werden die Menschen durch Falschinformationen zum Coronavirus und zur Impfung verunsichert. Ich bin froh, dass Bürgerinnen und Bürger nicht nur während der Coronapandemie, sondern seit mittlerweile 60 Jahren mit der Verbraucherzentrale Bremen einen so starken Partner an ihrer Seite haben, der ihnen bei allen Belangen und Problemen des Verbraucheralltags mit Rat und Tat zur Seite steht. Zum 60-jährigen Jubiläum gratuliere ich der Verbraucherzentrale Bremen herzlich und bedanke mich für das tatkräftige Engagement für die Verbraucherinnen und Verbraucher.“
Die Pandemie dauert an und bringt immer mehr Verbraucher:innen an den Rand der Belastungsgrenze: drohende Stromsperren, Abzocke durch Fake-Shops im Internet oder untergeschobene Verträge an der Haustür verschärfen die finanzielle Schieflage der Menschen in Bremen und Bremerhaven zusätzlich.

Projekte „Wirtschaftlicher Verbraucherschutz“ und „Verbraucher stärken im Quartier“

Besonders interessiert war Rita Hagl-Kehl an den vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) geförderten Projekten „Wirtschaftlicher Verbraucherschutz“ und „Verbraucher stärken im Quartier“ – Schweizer Viertel.
„Durch die von uns geförderten Projekte „Wirtschaftlicher Verbraucherschutz“ stärken wir Verbraucherinnen und Verbraucher bereits seit 2004 durch passgenaue und verständliche Informationen rund um die sichere wirtschaftliche Teilhabe, Finanzen und weitere zentrale Themen des Verbraucheralltags.  Damit sorgen wir dafür, dass Verbraucherinnen und Verbraucher etwa Kostenfallen, wie unnötige oder überteuerte Versicherungsverträge und Abzocke im Internet, am Telefon oder an der Haustür erkennen und sich selbst davor schützen können.,“ sagt Rita-Hagl-Kehl

Im Projekt „Wirtschaftlicher Verbraucherschutz“ arbeiten alle 16 Verbraucherzentralen gemeinsam in unterschiedlichen Gemeinschaftsaktionen. Zum Weltverbrauchertag im März starteten die Verbraucherzentralen auf verschiedenen Kanälen eine Kampagne zum Thema Corona und Reisen. Ein Thema, das weiterhin aktuell ist: https://www.verbraucherzentrale-bremen.de/weltverbrauchertag-reisen-und-corona-56846.
Zum Digitaltag im Juni wurde ein Online-Spiel zum sicheren Erstellen eines Passworts in der App Actionbound programmiert.
Aktuell ist ein „Tech-Tool“ in Vorbereitung, mit dem sich Verbraucher:innen interaktiv auf einer Website ihre individuelle Patientenverfügung zusammenstellen können. „Dies geschieht im Rahmen der Vorsorge-Woche im September, in der viele Verbraucherzentralen, auch wir, für Verbraucher:innen kostenlose Online-Seminare anbieten“, berichtet die Vorständin.

Mit dem Projekt „Verbraucher stärken im Quartier“ bringt der Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. gemeinsam mit den 16 Verbraucherzentralen gezielt Maßnahmen zu den Menschen, die in ihrem Konsumalltag besonderen Schutz benötigen. In der wöchentlichen Sprechstunde im Quartiersbüro des Schweizer Viertels im Stadtteil Bremen-Osterholz, leisten die Mitarbeiter der Verbraucherzentrale Bremen aufsuchende Verbraucherarbeit. „Wir haben ein Ohr für die Ängste und Nöte der Menschen, können direkt helfen oder in unserer Lotsenfunktion an andere Stellen verweisen“, erklärt Annabel Oelmann.
„Aufgedrängte Vertragsabschlüsse an der Haustür, verweigerte Garantieleistungen, unverständliche 
Nebenkostenabrechnungen und drohende Gas- oder Stromsperrungen gehören zu häufigen Ärgernissen von Verbraucherinnen und Verbrauchern. Mit dem Projekt „Verbraucher stärken im Quartier“ stehen wir den Bürgerinnen und Bürgern mit Rat und Tat direkt vor Ort zur Seite. Das engagierte Team der Verbraucherzentrale Bremen erfährt aus erster Hand von den Ärgernissen und Sorgen der Menschen und sucht dann zusammen mit ihnen nach unkomplizierten und unbürokratischen Lösungen für wichtige Fragen des Verbraucheralltags rund um Themen wie Miete, Strom oder Finanzen.“ so Rita Hagl-Kehl.

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.

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