KEHAG Energiehandel GmbH insolvent – was Verbraucher:innen tun müssen

Pressemitteilung vom
Der nächste Energieanbieter ist insolvent. Die KEHAG Energiehandel GmbH hat zum 31. Dezember 2021 sämtliche Strom- und Erdgaslieferungen eingestellt. Die Verbraucherzentrale Bremen gibt den betroffenen Verbraucher:innen konkrete Tipps.
KEHAG Energiehandel GmbH insolvent – was Verbraucher:innen beachten müssen
  • Die KEHAG Energiehandel GmbH hat zum 31. Dezember 2021 sämtliche Strom- und Erdgaslieferungen eingestellt und allen Kund:innen außerordentlich gekündigt
  • Verbraucher:innen sollten jetzt alle Daueraufträge an KEHAG stoppen und die dem Unternehmen erteilten Einzugsermächtigungen widerrufen. Per Lastschrift eingezogene Abschlagszahlungen können innerhalb von sechs Wochen zurückgeholt werden
  • Außerdem sollten Verbraucher:innen sich unverzüglich den Zählerstand notieren und diesen sowohl der KEHAG als auch dem Netzstellenbetreiber melden, in Bremen ist dies die wesernetz Bremen GmbH
     
Off

Der nächste Energieanbieter ist insolvent. Die KEHAG Energiehandel GmbH hat zum 31. Dezember 2021 sämtliche Strom- und Erdgaslieferungen eingestellt. Die Verbraucherzentrale Bremen gibt den betroffenen Verbraucher:innen konkrete Tipps.

Statement von Nicole Bahn, Referentin Verbraucherrecht:

„Verbraucher:innen müssen jetzt unverzüglich handeln. Natürlich müssen sie nur für die Energielieferung bezahlen, die sie auch erhalten haben. Unbedingt sollten sie jetzt ihren aktuellen Zählerstand notieren. Anhand der Differenz zwischen dem Zählerstand zum Zeitpunkt des Beginns der Energielieferung und dem heutigen Zählerstand können sie ihren Verbrauch für die Endabrechnung ermitteln. Wenn sie die bisherige Stromlieferung durch ihre Abschlagszahlungen schon vollständig bezahlt haben, sollten Vebraucher:innen weitere Zahlungen sofort stoppen. Dies können Sie entweder durch Kündigung des eingerichteten Dauerauftrages oder durch den schriftlichen Widerruf der KEHAG erteilten Einzugsermächtigung. Unberechtigte Abbuchungen können Verbraucher:innen durch ihre Bank oder Sparkasse innerhalb von sechs Wochen zurückbuchen lassen.“ 

Bei Problemen können sich Verbraucher:innen jederzeit an die Rechtsberatung der Verbraucherzentrale Bremen wenden.
Weitere Informationen zum Thema und ein Musterbrief für die Betroffenen finden diese hier

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.

Förderhinweis HB Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz

Ratgeber-Tipps

Strom und Wärme selbst erzeugen
Wer sich von Energieversorgern unabhängig macht, kann steigenden Energiepreisen gelassen entgegensehen und die eigene…
Mietkosten im Griff
Der Ratgeber „Mietkosten im Griff“ – gemeinsam von der Verbraucherzentrale und dem Deutschen Mieterbund herausgegeben…
Fernwärme

Klageregister eröffnet: vzbv verklagt E.ON und HanseWerk Natur

Seit 2020 haben E.ON und HanseWerk Natur ihre Fernwärmepreise um ein Vielfaches erhöht. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hält die Preiserhöhungen für rechtswidrig und verklagt die Unternehmen. Tragen Sie sich ins Klageregister ein, um an der Sammelklage teilzunehmen.
Justitia Gericht Urteil Recht

Klageregister eröffnet: Jetzt mitmachen bei Sammelklage gegen ExtraEnergie

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) verklagt den Anbieter ExtraEnergie. Es geht um enorme Preiserhöhungen um teilweise mehr als 200 Prozent. Mit der Sammelklage will der vzbv Rückzahlungen für Kund:innen erreichen.
Plastikmüll im Meer

Einwegplastik-Verbot in der EU: Das sind die Alternativen

Eine neue Verordnung hat im Juli 2021 mit einer Reihe von Einwegkunststoff-Produkten Schluss gemacht – darunter Wattestäbchen, Plastikteller oder auch Styropor-Becher. Wir zeigen, um was es dabei genau geht und bewerten die praktischen Alternativen.