Sonne und Kühlschrank – Passen Wärme und Kälte zusammen?

Pressemitteilung vom
Steckersolar an Balkonbrüstung
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Gerade für Mieter:innen sind Steckersolargeräte eine tolle Möglichkeit, etwas zum Klimaschutz beizutragen und Stromkosten zu sparen. Das geht allerdings nicht ohne Zustimmung des Vermieters oder der Vermieterin.

  1. Kosten. Die Module kosten zwischen 350 und 500 Euro. Bei einem Südbalkon, also einer optimalen Ausrichtung, kann ein Stecker-Photovoltaikmodul ungefähr 54 Euro pro Jahr an Strom einsparen. „Damit „rechnet“ sich der Kauf nach ungefähr sechs bis neun Jahren. Viel wertvoller ist aber der Beitrag für den Klimaschutz“, sagt Inse Ewen, Energieberaterin der Verbraucherzentrale Bremen. „Und es macht Spaß, sein eigener Energieerzeuger zu sein“, fügt die Energie-Expertin hinzu. Ist das Gerät erstmal installiert, geht man mit einem ganz anderen Blick durch die Wohnung und ändert auch das Verhalten. Plötzlich läuft die Spülmaschine mittags, damit die Sonne direkt angezapft werden kann. Das gilt auch für die Waschmaschine. Die Beschäftigung mit den Stromfressern im Haushalt führt auch dazu, die kleinen und großen Schrauben zu suchen, die unabhängig vom Stecker-Photovoltaik-Gerät helfen, den Strom einzusparen. Da fällt der Blick auf die Geräte, die Strom verbrauchen, obwohl sie aktuell gar nicht benutzt werden. „Dieser Standby-Verbrauch kann über 50 Euro pro Jahr auf der Stromrechnung ausmachen“, erklärt Inse Ewen. Großes Einsparpotential haben auch die Lampen. So macht ein 300-Watt-Strahler, der täglich fünf Stunden an ist, auf der Stromrechnung mehr als 100 Euro aus. Wird der Strahler durch eine LED ersetzt, entstehen nur Kosten von ca. 10 Euro. 
  2. Technik. Der Sicherheitsstandard der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) für steckbare Stromerzeugungsgeräte DGS 0001 hilft bei der Auswahl von Modulen und Systemen. Neben den Modulen gibt es einen Wechselrichter und die Anschlussleitung mit Stecker. Um für einen sicheren Betrieb des Gerätes zu sorgen, ist eine Energiesteckdose erforderlich. Ob auch andere Steckdosen zulässig sind, ist im Moment umstritten. Eine neue Norm soll hier für Klärung sorgen. In den meisten Fällen wird der erzeuge Strom auch im eigenen Haushalt verbraucht. Um überschüssige Energie ins öffentliche Netz einspeisen zu dürfen, braucht es einen Zähler mit Rücklaufsperre.
  3. Anmeldung. Genau wie bei den großen Dachanlagen auch, muss ein Stecker-PV-Gerät beim Marktstammdatenregister und beim Netzbetreiber angemeldet werden.
Termin unter 0421-160777

Die Verbraucherzentrale ist Partnerin der Kampagne „#machWatt“ der Klimaschutzagentur energiekonsens. Außerdem möchte sie im Rahmen vom Wattbewerb Haushalte motivieren, auf Photovoltaik zu setzen. Nähere Informationen unter solar-in-bremen.de

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Bundesministerium für Wirtschaft und Energie