Kunde werden wider Willen
Kunde werden wider Willen – Das ist möglich, mittels cold call (Kalt-Aquise-Anruf) oder mittels Internetabofalle im world wide web. Die Nachbarschaftspost ist eine unter kriminellen Gesichtspunkten „geniale“ Kombination beider Abzockmodelle.
Explosionsartig häuften sich zurzeit die Beschwerden der Verbraucher über www.nachbarschaftspost.com. Einem unerbetenen Anruf, demzufolge ein Nachbar eine Nachricht auf der Webseite hinterlegt habe, den man unter Angabe eines Codes abrufen könne.
Was nach der Anmeldung auf Verbraucher zukommt, ist nicht gängige Masche: Wer seine Daten bei nachbarschaftspost.com einträgt, erhält eine Rechnung über ein kostenpflichtiges Abonnement. Wer dann die Bezahlung verweigert, weil er sich abgezockt fühlt, wird unter Druck gesetzt.
Niemand sollte sich durch Mahnungen und Drohungen mit oder durch Inkassobüros kirre machen lassen. Wenn jeder diesem Rat folgt, ist das Geschäftsmodell solcher Firmen, das auf Einschüchterung beruht, zerstört.
Außerordentlich viele, nützliche und richtige Informationen findet man auf der „GEGENSEITE“ zur nachbarschaftspost.com unter:
http://www.nachbarschaftspost.net
Daß hinter der nachbarschaftspost nichts, ja nicht einmal das Modell des vorherigen Anrufs oder „Vertragsschlusses“ per einloggen steht, kann man unschwer daran erkennen, dass die Verbraucherzentrale Bremen nun selbst „Opfer“ einer Vertragsfalle geworden ist. Daran kann man auch erkennen, dass die kriminelle Idee, die hinter nachbarschaftspost.com steht, clever sein mag; die Ausführung spricht eher für unteres intellektuelles Niveau.
Den Beweis (PDF, 553 KB) finden Sie hier.
So, 20. Jul 2008



