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Tipps zum Strom- und Gasanbieterwechsel

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Ist Ihr Strom- oder Gasanbieter zu teuer? Wollen Sie mit dem Energiebezug auch noch einen Beitrag zum Klimaschutz leisten? Hier finden Sie zehn Tipps zum Energieanbieterwechsel.

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Wir beraten zum Anbieterwechsel und zu Energieeinsparmöglichkeiten in der Energieberatung. Auch bieten wir regelmäßig Vorträge zum Thema Anbieterwechsel an.

 

Zehn Tipps zum Wechsel des Energieanbieters

1. Preis Der Preis ist nicht das einzige Auswahlkriterium. Kundenfreundlichkeit (überprüfen Sie Anbieter im Internet und trauen Sie nicht ohne Nachprüfung den Bewertungen der Vergleichsportale) und Kundenservice spielen auch eine Rolle. Schauen Sie unbedingt im Internet, ob es Beschwerden über den Anbieter gibt. Suchmaschinen sind dafür gute Ratgeber. Gerade unseriöse Anbieter locken mit günstigen Preisen.

2. Laufzeit. Es gibt Anbieter, die vier Wochen Erstvertragslaufzeit anbieten. Das ist vorbildlich. Damit kann man aktuell auf Marktentwicklungen reagieren. Drei Monate sind gut. Sechs Monate sind akzeptabel. Von darüber hinausgehenden. Angeboten raten wir ab.

3. Kündigungsfrist. Vier Wochen sind gut, sechs Wochen sind noch akzeptabel. Was darüber hinausgeht, ist nicht empfehlenswert.

4. Sonderkündigungsrecht. Wenn die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) ein Sonderkündigungsrecht bei Preiserhöhungen vorsehen, wertet das die Vertragsbedingungen auf. Sinnvollerweise aber wählt man einen Vertrag mit geringer Laufzeit (Nr. 2). Dann stellt sich das Problem einer Sonderkündigung erst gar nicht.

5. Vorauskasse. Vorauskasse ist nicht empfehlenswert. Zum einen geben Sie ein zinsloses Darlehen. Der Preis ist also gar nicht so günstig, wie es scheint; zum anderen sind Sie der Insolvenz eines Anbieters hilflos ausgeliefert.

6. Kaution. Eine Kaution zu stellen, ergibt nur in einem einzigen Fall Sinn, nämlich wenn Ihr neuer Energielieferant eine Genossenschaft ist, bei der Sie einen Genossenschaftsanteil erwerben. Bei Genossenschaften hat man mehr Mitsprachemöglichkeiten. An Hand der Satzung solle man prüfen, ob über den Genossenschaftsanteil hinaus eine Nachschusspflicht besteht. Ist das der Fall, müssen wir abraten.

Wenn keine Anbieter mit Kautionen gewünscht sind, klicken Sie das Kästchen "Tarife mit Kaution berücksichtigen" bei den Wechselportalen weg.

7. Preisgarantie oder Strompakete. Hier wird der Preis für eine längere Laufzeit festgeschrieben. Das kann Vorteile haben, aber auch Nachteile. Die Entwicklung auf den Energiemärkten entzieht sich seriösen Prognosen. Eine Einschätzung des Preises ist also schwierig. Darüber hinaus widerspricht eine Festpreisbindung dem Tipp Nr. 2, wonach eine kurze Vertragslaufzeit den Vorzug verdient.

Strompakete, also eine vorab vereinbarte Strommenge, einzukaufen, ist nicht sinnvoll. Wenn Sie weniger verbrauchen, zahlen Sie trotzdem "das ganze Paket". Strom zu sparen, lohnt sich für Sie dann nicht. Ein Mehrverbrauch wird in der Regel teuer.

8. Boni. (Bonus = lat. gut) bezeichnet eine Gutschrift. Das klingt schön, kann aber auch seine Tücken haben. Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn der Bonus erst im 13. Monat ausgezahlt wird, so dass man anstatt 12 Monaten zwei Jahre an einen Anbieter gebunden ist. Wenn Sie Anbieter mit Boni vermeiden wollen, müssen Sie bei den meisten Wechselportalen das Kästchen "einmaligen Bonus in die Gesamtkosten einrechnen" wegklicken.

9. Onlineverträge. Sind oft sehr preiswert. Dafür ist nicht nur Anmeldung und Rechnungsstellung online zu erledigen. Analoge Beschwerden beim telefonischen Kundenservice sind nicht möglich. Das ganze ist Geschmacksache und für digitale Menschen ganz sicher zu empfehlen.

10. Wechselportale. Wechselportale sind nicht anbieterunabhängig. Sie können einen Überblick über den Markt geben. Verlassen sollten Sie sich nicht auf sie. Bei Wechselportalen müssen Sie stets die Voreinstellungen kontrollieren (unter "Erweiterte Einstellungen", "Kriterien individuell anpassen" oder "weitere Kriterien festlegen" z.B. Vorauszahlung, Boni, Pakete, direkte Wechselmöglichkeit wegklicken). Ansonsten werden Sie mit den ausgeworfenen Top Ten nicht nur keine Ersparnis, sondern reichlich Ärger und Stress haben.

Ob Sie Ihre Energie lieber von einen der marktbeherrschenden Unternehmen beziehen möchten oder lieber von einer Genossenschaft, ob Ihnen ein Ansprechpartner vor Ort wichtiger ist oder Sie mit Ihren Energiebezug auch noch Ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten wollen, ist Ihre Wahl. Der neue Anbieter regelt für Sie die Kündigungsformalitäten.

Stromanbieterwechsel

Der Ökostrom-Tarifrechner beinhaltet Informationen über Verpflechtungen von Stromanbietern mit Betreibern von Atomkraftwerken. Der Marktwächter Energie gibt einen Überblick über die wichtigsten Ökostrom-Labels.

Um einen Anhaltspunkt zu haben: 3.000 kWh ist ein durchschnittlicher Stromverbrauch eines Drei-Personen-Haushaltes pro Jahr ohne elektrische Warmwasserbereitung.

Gasanbieterwechsel

Sie wollen Ihren Gasanbieter wechseln?

Um eine Größenvorstellung zu erhalten: 20.000 kWh ist ein durchschnittlicher Jahresgasverbrauch eines Reihenhauses, abhängig u.a. vom Alter bzw. Insolationsstand des Hauses.

Ihren Gasverbrauch können Sie der letzten Gasrechnung entnehmen. Sollte auf der Rechnung Kubikmetervolumen (m3) angegeben sein, können Sie diesen Wert mit 10 multiplizieren, um einen Schätzwert der Kilowattstunden (kWh) zu ermitteln. Wenn Sie Vergleichsportale für einen Preisvergleich nutzen, geben Sie bitte immer Ihre Postleitzahl ein, um sicherzustellen, dass das Angebot in Ihrem Ort verfügbar ist und prüfen Sie die Voreinstellungen der Vergleichsportale.

Einge Energieversorger bieten als Variante ihres Heizgases auch einen Öko-, Bio- oder Klimatarif an. Wissenswertes zu den Kompensations- oder Biomethanprodukten finden Sie unter Wissenswertes über Ökogas.

Wenn Sie über den Wechsel des Energieversorgers Ihre Wohnung oder Ihr Haus auf mögliche Energieeinsparmöglichkeiten überprüfen lassen wollen, empfehlen wir einen Energie-Check.

 

 

 

 

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Checkliste für den Anbieterwechsel

Wissenswertes über Ökogas