Verbraucherzentrale berät auch während der Corona-Pandemie

Pressemitteilung vom

Gemeinsame Pressemitteilung der Senatorin für Verbraucherschutz und der Verbraucherzentrale Bremen. Senatorin Claudia Bernhard lobt die Arbeit der Verbraucherzentrale und informiert gemeinsam mit Dr. Annabel Oelmann über die aktuelle Situation.

Logos Verbraucherzentrale Bremen und Senatorin für Verbraucherschutz
Off

Stark nachgefragte Beratungen via Telefon und E-Mail

Das Kerngeschäft der Verbraucherzentrale liegt in der persönlichen Beratung. „Vor der Pandemie kamen die meisten Bremerinnen und Bremer ohne Termin zu uns ins Infozentrum und wir halfen mit unseren Rechtsberatungen sofort und direkt“, berichtet Dr. Annabel Oelmann, Vorständin der Verbraucherzentrale Bremen. Von jetzt auf gleich mussten die persönlichen Beratungen aufgeben und auf Telefon- und E-Mailberatung umgeschwenkt werden. „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verbraucherzentrale Bremen haben flexibel reagiert und ihre Beratungen trotz dieser Krise aufrechterhalten“, lobt Senatorin Bernhard.
Auch für die regionalen und überregionalen Medien waren die Expertinnen und Experten der Verbraucherzentrale Bremen begehrte Gäste im Radio, der Zeitung und im Fernsehen.

Große Kritik an Gutscheinlösung für ausgefallene Reisen

Größtes Thema in der Beratung ist derzeit das Reiserecht. Die Rechtslage war lange Zeit klar: Wegen der internationalen Reisewarnung gab es das Geld für gebuchte Reisen zurück. Doch der aktuelle Vorstoß der Bundesregierung, die Verbraucherinnen und Verbraucher mit Gutscheinen abzuspeisen, verunsichert die Verbraucher. „Das ist nicht zulässig“, sagt Oelmann zur Gutscheinlösung. „Betroffene Verbraucher haben in diesen Fällen ein Recht auf Erstattung der bereits gezahlten Beträge und müssen keinen Gutschein akzeptieren. Mit der Diskussion um Zwangsgutscheine wird das Vertrauen der Verbraucher in erheblichem Maße beschädigt. Denn sie haben Vorkasse geleistet, in dem Vertrauen, sie erhalten bei einer Reiseabsage ihr Geld zurück“, berichtet Oelmann. 
Bislang gilt, dass Anbieter bereits gezahlte Gelder innerhalb von 14 Tagen zurückerstatten müssen, wenn eine Pauschalreise abgesagt wird.

„Viele Menschen werden von dieser Krise hart getroffen und sind dringend auf ihr Geld angewiesen. Während sie selbst jetzt eventuell nur mit Schwierigkeiten ihren Alltag finanzieren können, sollen sie nicht auch noch zu zinslosen Zwangskrediten an Unternehmen gezwungen werden. Das lehne ich als Verbraucherschutzsenatorin ab“, sagt Claudia Bernhard.

Betrug im Zusammenhang mit Corona

Wo eine Krise ist, da sind Betrüger nicht fern. Von Nahrungsergänzungsmitteln, die vor einer Ansteckung mit SARS Cov-2 schützen sollen bis hin zum Verkauf von Schutzmasken zu horrenden Preisen. Auch Phishingversuche (illegale Beschaffung von Daten mit Hilfe von gefälschten E-Mails oder Websites) wurden der Verbraucherzentrale vermehrt gemeldet. „Diese Produkte werden oft zu überhöhten Preisen angeboten oder gar nicht geliefert. Häufig wird eine Bezahlung im Voraus verlangt und kann nicht zurückgeholt werden", warnt Senatorin Bernhard. „Die Verbraucherzentrale Bremen hat via Social Media, auf ihrer tagesaktuellen Homepage und mit ihren Pressemitteilungen die Bremerinnen und Bremer gewarnt und über ihre Rechte informiert“, lobt Bernhard. 

Persönliche Beratungen unter Auflagen

„Wir planen, die Beratungsstellen in Bremen und Bremerhaven ab dem 4. Mai wieder für die persönliche Beratung unter Beachtung der erforderlichen Hygieneregeln zu öffnen“, erklärt Annabel Oelmann. Senatorin Claudia Bernhard betont erneut die Wichtigkeit der Verbraucherzentrale: „Nicht nur aktuell leistet die Verbraucherzentrale eine hervorragende und sehr wichtige Arbeit. Ich bin mir sicher, dass sie auch unter Einhaltung aller notwendigen Hygieneregeln in den nächsten Wochen einen großen Beitrag dazu leisten wird, die Verbraucherinnen und Verbraucher sicher und gut beraten durch die aktuelle Situation zu bringen.“

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.