Senatorin Bernhard besucht Verbraucherzentrale

Pressemitteilung vom
  • Unabhängiger Rat besonders in Krisenzeiten wichtig
  • Verbraucherzentrale als seriöse und verlässliche Ansprechpartnerin
  • Steigende Nachfrage an Beratungen
Senatorin Bernhard Vorständin Oelmann
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Senatorin Bernhard informierte sich bei der Vorständin der Verbraucherzentrale, Annabel Oelmann, mit welchen Problemen die Bremerinnen und Bremer jeden Tag in die Beratung kommen und wie die Verbraucherschützer den Menschen vor Ort gezielt weiterhelfen.

Seit der Corona-Krise im März dieses Jahres wenden sich mehr Bremerinnen und Bremer ratsuchend an die Verbraucherzentrale Bremen. „Viele Verunsicherungen konnten wir durch unsere verstärkte Medienarbeit im Radio, im Fernsehen, auf unserer Internetseite und in den sozialen Medien ausräumen“, erklärt Annabel Oelmann, Vorständin der Verbraucherzentrale Bremen. Doch auch der persönliche Rat war mehr gefragt denn je. Verbraucherrechtsfragen wie „Kann ich meine Reise stornieren“ oder „Muss ich einen Gutschein für das ausgefallene Konzert akzeptieren?“ und Fragen an unsere Ernährungsabteilung wie „Helfen Vitamine gegen Corona?“ beantwortet das Team der Verbraucherzentrale telefonisch, via E-Mail und – unter strengen Hygienemaßnahmen – auch wieder im persönlichen Gespräch.
„Gerade in Krisenzeiten ist der Schutz der Rechte von Verbraucherinnen und Verbrauchern elementar. Mit der Verunsicherung und den Sorgen der Bremerinnen und Bremern Geschäfte machen zu wollen, ist ein Unding und kann durch die Beratung der Verbraucherzentrale verhindert werden“, sagt Claudia Bernhard, Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz.

Seriöse Ansprechpartnerin zu jeder Zeit

„Viele tausend Unternehmen stellten vorrübergehend ihre Arbeit ein, wir schafften in kürzester Zeit mit einem gewaltigen Kraftakt als Team den Bremerinnen und Bremer zur Seite zu stehen“, erklärt Annabel Oelmann. Dabei gingen die Verbraucherschützer auch neue Wege und boten ihre gefragten Verbrauchercafés als Online-Seminare an.

Innovative Lösungen zur digitalen Beratung sind selbstverständlich wichtig, nicht nur während der Pandemie, sondern auch darüber hinaus. Häufig können diese Lösungen jedoch nicht das persönliche Beratungsgespräch ersetzen. Deshalb ist es wichtig, dass die Verbraucherzentrale so schnell auch wieder persönliche Beratungsgespräche anbieten konnte. Dabei gilt der große Dank allen Beschäftigten in der Verbraucherzentrale, die das mit viel Einsatz möglich gemacht haben!“, betont Senatorin Claudia Bernhard.

Wir verschaffen den Verbrauchern Gehör

„Unsere verstärkte Medienpräsenz verschafft den Verbrauchern Gehör. Wir machen ihre Sorgen und Probleme in der Öffentlichkeit sichtbar“, sagt Annabel Oelmann. „Wir haben um die Kappung von Verbraucherrechten gestritten, etwa gegen Zwangsgutscheine im Reisebereich.“
Noch nie zuvor wurden in so kurzer Zeit so viele einschneidende Gesetzesänderungen umgesetzt. Viele Verbraucher kämpfen jedoch trotz Rechtsanspruch nach wie vor um die Erstattung ihrer bereits bezahlten Reise und mit Fragen zur Durchsetzung von Ansprüchen bei abgesagten Veranstaltungen. Weitere finanzielle Folgen und damit verbundene Probleme werden in den nächsten Monaten weiterhin für eine hohe Nachfrage bei der Verbraucherzentrale sorgen.

Für Menschen, die in strukturschwachen Stadtquartieren leben, sind die Probleme des Konsumalltags oft eine besondere Herausforderung. In den Stadtteilen Huchting, Gröpelingen und Bremerhaven-Lehe ist die Verbraucherzentrale im Rahmen des Projekts „Modellvorhaben zur unabhängigen Rechtsberatung im Quartier“ aktiv, mit dem Ziel, Verbraucherinnen und Verbraucher vor Ort aufzuklären und ihnen konkrete Hilfestellung bei Problemen im Verbraucheralltag zu geben. „Dieses Projekt ergänzt die Arbeit der Verbraucherzentrale um einen sehr wichtigen Bestandteil. Durch gezielte Informations- und Beratungsangebote im Quartier stärken wir nicht nur die Selbsthilfe, sondern fördern auch die Konsum- und Finanzkompetenz der Verbraucher.“
Claudia Bernhard, Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz in Bremen, ergänzt: „Der beste Verbraucherschutz nützt mir nichts, wenn ich nicht weiß, wie und wo ich ihn einfordern kann. Viele Menschen brauchen Hilfe und Unterstützung, wenn es darum geht, überteuerte Handyverträge oder windige Geschäfte an der Haustür auch als solche zu erkennen. Mit dem aufsuchenden Ansatz schließt das Projekt eine wichtige Lücke im Sinne der Verbraucherinnen und Verbraucher.“

Erstmalig, seit mehr als 20 Jahren, wurde die institutionelle Förderung der Verbraucherzentrale Bremen durch das Land Bremen erhöht und somit an aktuelle Steigerungen von Kosten angepasst. „Öffentliche Zuwendungen sind die wesentliche Grundlage für unsere Arbeit. Verbraucherschutz ist eine öffentliche Aufgabe und Dank der Unterstützung von Verbraucherschutzsenatorin Bernhard können wir im Land Bremen den Verbraucherschutz neu aufstellen. Wir sind sicher, dass die Verbraucherinnen und Verbraucher das zu schätzen wissen“, betont Annabel Oelmann.

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