Obst des Monats – Himbeeren

Pressemitteilung vom
  • Himbeeren am besten aus regionalem Anbau in der Saison von Juli bis August kaufen.
  • Sie sind gute Lieferanten für Vitamin C und Phosphor.
  • Tiefgefrorene Beeren sollten vor dem Verzehr immer durcherhitzt werden.
     
Himbeeren Schale Tasse
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In den Joghurt, auf dem Kuchen, als Snack, Smoothie, Marmelade oder ganz edel als fruchtiger Farbtupfer im Sekt oder Mineralwasser – Himbeeren schmecken zu fast allem hervorragend. 
Während sie im Frühjahr eher aus Südeuropa kommen, ist mittlerweile auch in Deutschland Erntezeit – die beste Zeit also, um frische Himbeeren zu essen. 

In den Wintermonaten wachsen sie bei uns nicht – zu kaufen gibt es sie aber trotzdem, denn sie kommen aus warmen Gebieten (von der Südhalbkugel) wie Südafrika oder Südamerika. Da sie sich nicht gut lagern lassen, haben sie häufig eine weite Reise mit dem Flugzeug hinter sich. „Dadurch ist der ökologische Fußabdruck eines Schälchens Flug-Himbeeren etwa 15-mal so groß, wie der von saisonalen Himbeeren, die mit dem LKW transportiert werden“, erklärt Sonja Pannenbecker, Referentin für Lebensmittel und Ernährung der Verbraucherzentrale Bremen. 

Die deutschen Hauptanbaugebiete sind eher im Süden, so lagen die größten Ertragsflächen 2019 in Baden-Württemberg und Bayern. Aber auch aus Niedersachsen gibt es frische Himbeeren in nennenswerten Mengen. Doch die Deutschen lieben die kleine Beere, deshalb reichen die eigenen Erträge bei weitem nicht und es werden ca. 84 % der Himbeeren importiert. 

Was steckt drin?

Die meisten kennen die Himbeere nur als rote, kleine Beere, die aus vielen kleinen fruchtigen Perlen besteht. Doch es gibt sie auch in anderen Farben wie gelb und sogar schwarz. In der Hauptsaison haben Himbeeren das beste Aroma, denn sie werden sonnengereift geerntet. Dann strotzen sie nur so vor Inhaltsstoffen wie Vitamin C und B und sind auch reich an Mineralien wie Phosphor und Calcium. Auch für Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe sind die süßen Beeren ein guter Lieferant, dabei haben sie nur einen geringen Energiegehalt.
Ihre Inhaltsstoffe werden auch für Nahrungsergänzungsmittel verwendet. „Die sogenannten Himbeerketone werden häufig als Schlankmacher beworben, doch diese Wirkung konnte nicht nachgewiesen werden. Solche Produkte können gefährliche Nebenwirkungen haben! Deshalb besser zur frischen Frucht greifen!“, empfiehlt Pannenbecker.

Himbeeren richtig lagern

So schön das samtig lockere Mundgefühl der Himbeere auch ist, dadurch ist sie auch sehr druckempfindlich und hält sich leider nicht lange. Im Kühlschrank gelagert, kann sie für drei Tage aufbewahrt werden. Dabei sollten sie am besten in einem flachen Gefäß in nur einer Lage ausgelegt und mit einem trockenen Tuch abgedeckt werden. „Wer reichlich Himbeeren geerntet hat, kann sie durch Einfrieren oder Trocknen länger haltbar machen. Eingefrorene Beeren lassen sich im Winter wunderbar im Smoothie nutzen“, empfiehlt Pannenbecker. Wichtig ist hierbei, dass eingefrorene, gekaufte Beeren vor dem Verzehr erhitzt werden. Denn auf die Beeren können beim Anbau, der Ernte oder Verarbeitung Erreger für Noroviren gelangen, die durch Erhitzen auf 90 Grad Celsius zerstört werden. 
 

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