Nachhaltige Sparprodukte weiter unter Druck

Pressemitteilung vom
  • Produktcheck nachhaltige Sparanlagen aktualisiert
  • Angebot an Produkten sinkt
  • Zunehmend Negativzinsen oder Verwahr- bzw. Einlagenentgelte
  • Beratung zu nachhaltigen Geldanlagen bei der Verbraucherzentrale Bremen
Sparschwein Männchen tragen Münzen Verbraucherzentrale Bremen
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Auf Sparkonten gibt es derzeit niedrige bis gar keine Zinsen. Zudem verlangen immer mehr Kreditinstitute für hohe Kundeneinlagen Negativzinsen oder Verwahr- beziehungsweise Einlagenentgelte. Inzwischen schließen sich auch einige Nachhaltigkeitsbanken diesem Trend an. Das zeigt der aktualisierte Produktvergleich der Verbraucherzentrale Bremen zu Sparanlagen von 14 Banken mit Nachhaltigkeitsstandards. 


Eine Möglichkeit, Geld mit gutem Gewissen anzulegen, ist eine Sparanlage bei einer nachhaltigen Bank. „Diese Kreditinstitute wenden ethisch-ökologische oder soziale Kriterien bei ihren Bankgeschäften an. Kundengelder fließen zum Beispiel nicht in bedenkliche Branchen wie die Rüstungs- oder Atomindustrie. Auch werden Firmen ausgeschlossen, die Kinderarbeit zulassen oder die Menschenrechte missachten“, sagt Anke Behn, Referentin für Finanzdienstleistungen bei der Verbraucherzentrale Bremen.
Durch die langanhaltende Niedrigzinsphase sinkt die Anzahl an Sparprodukten bei den untersuchten 14 Banken. Einige bieten neben einem Tagesgeldkonto nur noch ein oder zwei weitere längerfristige Formen an. Monatliche Sparpläne können nur noch bei vier dieser Banken abgeschlossen werden.
Die verglichenen Zinssätze liegen meist nur knapp über null Prozent. Schon bei unserer letzten Untersuchung im November 2019 hatte die Ethikbank für Anlagesummen ab 100.000 Euro auf dem Tagesgeldkonto einen Negativzinssatz von 0,4 Prozent vereinnahmt. Nun müssen auch Kunden der GLS Gemeinschaftsbank, der Steyler Bank, der Triodos Bank und der Umweltbank einen Negativzins oder ein Verwahr- bzw. Einlagenentgelt in Höhe von 0,5 Prozent meist nur bei höheren Einlagesummen zahlen.
Beratung zu ethisch-ökologischen Geldanlagen in der Verbraucherzentrale Bremen
Verbraucherinnen und Verbraucher, die ihr Geld nicht in kontroversen Geschäftsfeldern wie Atomkraft oder Waffenproduktion anlegen, sondern Umwelt- und Klimaschutz fördern möchten, können sich vor Ort in ihrer Verbraucherzentrale beraten lassen oder sich im Internet unter www.geld-bewegt.de über das Angebot an ethisch-ökologischen Geldanlagen informieren. Dort ist der aktualisierte Sparanlagen Produktcheck zum Download verfügbar.
 

Beratung zu ethisch-ökologischen Geldanlagen bekommen Sie bei uns. Termine können unter 0421-160777 vereinbart werden.

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.