Bürgermeister Andreas Bovenschulte besucht Verbraucherzentrale

Pressemitteilung vom
  • Verbraucherschutz während der Covid19-Pandemie: Unabhängiger Rat für Bremerinnen und Bremer
  • Erhöhung der institutionellen Förderung
  • Aktuelle Fälle aus der Verbraucherrechtsberatung: Kostenfallen
  • Energieberatung und der Beitrag zum Klimaschutz in Bremen
Dr. Andreas Bovenschulte Dr Annabel Oelmann
Off

Bürgermeister Bovenschulte informierte sich bei der Vorständin der Verbraucherzentrale, Dr. Annabel Oelmann, mit welchen Problemen die Bremerinnen und Bremer jeden Tag in die Beratung kommen und wie die Verbraucherschützer den Menschen vor Ort gezielt weiterhelfen.

19.000 Bremerinnen und Bremer wenden sich jährlich an die Expertinnen und Experten der Verbraucherzentrale Bremen. Die COVID-19-Krise hat die Menschen in Deutschland mit zuvor unbekannter Wucht getroffen und verunsichert. Innerhalb kürzester Zeit standen Verbraucherinnen und Verbraucher und auch die Verbraucherzentrale vor komplett neuen Fragen etwa zur Gesundheit, der Versorgungssicherheit oder dem Vertragsrecht und wandten sich an ihre Verbraucherzentrale. Wo bekommen Verbraucher eine Maske und was darf sie kosten? Helfen Vitamine gegen Corona? Muss die gebuchte Reise angetreten werden oder bekommt der Kunde sein Geld wieder? Welche Gesetze und Hilfen brauchen Verbraucher jetzt, welche dürfen auf keinen Fall verloren gehen?
Während tausende Unternehmen in Deutschland vorübergehend ihre Arbeit einstellten und ihre Mitarbeiter in Kurzarbeit schickten, hat die Verbraucherzentrale Bremen einen immensen Zuwachs an Anfragen bewältigt, zusätzliche telefonische und digitale Beratungsangebote sowie umfangreiche Informationsangebote und Kanäle geschaffen, um die Sorgen der Verbraucher aufzunehmen und Fragen zu beantworten.

„In einem gemeinsamen Kraftakt mit meinem Team haben wir es geschafft, die Beratung – zunächst telefonisch und online, später dann mit strengen Hygienemaßnahmen wieder persönlich – durchgehend aufrecht zu halten“, erzählt Annabel Oelmann. „Gerade in ökonomisch unsicheren Zeiten sei ein unabhängiger Rat wichtig“, so die Vorständin.

Ansprechpartner in unsicheren Zeiten

In der Krise ist die Verbraucherzentrale Bremen zudem eine gefragte Ansprechpartnerin für Medien, die wiederrum die Bremerinnen und Bremer informieren. „Wir haben mehr Medienpräsenz denn je gezeigt, um den Verbrauchern Gehör zu verschaffen, ihre Sorgen und Probleme in der Öffentlichkeit sichtbar zu machen“, sagt Annabel Oelmann. „Wir haben um die Kappung von Verbraucherrechten gestritten, etwa gegen Zwangsgutscheine im Reisebereich.“ 
Noch nie zuvor wurden in so kurzer Zeit so viele einschneidende Gesetzesänderungen umgesetzt. Viele Verbraucher kämpfen jedoch trotz Rechtsanspruch nach wie vor um die Erstattung ihrer bereits bezahlten Reise und mit Fragen zur Durchsetzung von Ansprüchen bei abgesagten Veranstaltungen. Weitere finanzielle Folgen und damit verbundene Probleme werden in den nächsten Monaten weiterhin für eine hohe Nachfrage bei der Verbraucherzentrale sorgen.

Erhöhung der institutionellen Förderung

Erstmalig, seit mehr als 20 Jahren, wurde die institutionelle Förderung der Verbraucherzentrale Bremen durch das Land Bremen erhöht und somit an aktuelle Steigerungen von Kosten angepasst. Annabel Oelmann betont, dass öffentliche Zuwendungen die wesentliche Grundlage ihrer Arbeit seien, mit denen Verbraucherschutz als öffentliche Aufgabe gesichert wird. Finanziert wird die Verbraucherzentrale Bremen durch das Land, den Magistrat Bremerhaven, den Bund und die Beratungsentgelte der Verbraucherinnen und Verbraucher „Durch die Erhöhung haben wir kurzfristig neue Beratungsangebote und eine Ausweitung unserer Beratungstermine realisieren können“, erklärt Annabel Oelmann. Denn die Nachfrage würde seit Jahren steigen, die Beratungskapazitäten konnten bisher jedoch nicht angepasst werden. „Um diese Leistungen auch kurzfristig im weiteren Verlauf der Krise sicherstellen zu können und um dauerhaft die notwendige Digitalisierung voranzutreiben, sind langfristige Absicherung der Finanzierung der Verbraucherzentrale und ihrer Projekte unumgänglich“, ergänzt Oelmann.

Kostenfallen laueren nicht nur im Internet

Mit dem Voranschreiten der Digitalisierungen im Alltag, lauern Kostenfallen für Verbraucher nicht nur direkt im Internet, sondern beispielsweise auch an der Supermarktkasse, wenn dort mit einem mobilen Bezahldienst gezahlt wird. Die Undurchsichtigkeit von Verträgen bei Versicherungen, dem Energieversorger oder Mobilfunkanbieter verunsichert viele Menschen. 

Bürgermeister Dr. Andreas Bovenschulte: „Die Verbraucherzentrale hilft mit ihren unabhängigen Beraterinnen und Beratern den vielen Bürgerinnen und Bürgern bei der Entscheidungsfindung. Dabei setzt sie auch auf Aufklärung und Information, damit die Bremerinnen und Bremer eventuelle Fallstricke im Vorfeld erkennen. Guter Verbraucherschutz ist uns im Land Bremen wichtig. Ich setzte mich für eine Stärkung des Verbraucherschutzes und insbesondere der Verbraucherzentrale ein.“

„Effektiver Verbraucherschutz muss immer wieder den Veränderungen des Verbraucheralltages angepasst werden, etwa an Globalisierung und Digitalisierung. Wir freuen uns sehr, dass sich unser Bürgermeister dafür einsetzt“, ergänzt Annabel Oelmann.

Energieberatung stark nachgefragt

Ob drohende Stromsperre, die Nachfrage nach Stromspartipps im Haushalt oder ein energetischer Gebäudecheck; die Expertinnen und Experten der Energieberatung der Verbraucherzentrale Bremen sind stark nachgefragt. Beratungen finden in der Verbraucherzentrale selbst oder auch vor Ort bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern statt. „Wir beraten beispielsweise, ob sich die Anschaffung einer Photovoltaikanlage auf dem Dach lohnt, ein neuer Heizkessel her muss oder eine Fassadendämmung sinnvoll ist“, erklärt Annabel Oelmann.

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.