Black Friday, Cyber Monday – Schnäppchen oder Abzocke?

Pressemitteilung vom
  • Verbraucher:innen sollten ihre Einkäufe planen und den Preis für ein begehrtes Produkt über einen längeren Zeitraum beobachten 
  • Verbraucher:innen sollten die vermeintlichen Schnäppchenpreise mit den Angeboten anderer Anbieter vergleichen
  • Preisvergleiche und Preissuchmaschinen im Internet können helfen, gute Preise für das Wunschprodukt zu finden
  • Vorkasse sollten Verbraucher:innen nicht zahlen
Black Friday
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Black Friday, Cyber Monday – im November folgt eine Rabattaktion auf die nächste. Die Verbraucherzentrale Bremen gibt Tipps, worauf Verbraucher:innen bei der Schnäppchenjagd achten müssen und wie sie seriöse Onlineshops von betrügerischen Fakeshops unterscheiden können.

Kurz vor dem ersten Advent überbieten sich Onlineshops und die Läden in den Einkaufsstraßen gegenseitig mit Preisnachlässen. Die Tage um den Black Friday haben sich für den Handel nicht nur in den USA längst zu den umsatzstärksten Tagen im Jahr entwickelt.

„Auf der Suche nach dem besten Preis lohnt es sich, einen kühlen Kopf zu bewahren und nicht gleich beim erstbesten Rabatt für den Wunschartikel zuzuschlagen“, weiß Mathias Hufländer, Verbraucherrechtsberater bei der Verbraucherzentrale Bremen. Hufländer empfiehlt: „Auch, wenn der Nachlass noch so groß erscheint, sollten die vermeintlichen Schnäppchenpreise mit Hilfe von Preissuchmaschinen oder Preisvergleichen im Internet überprüft werden“. Verbraucher:innen sollten die Preisentwicklung bei dem Wunschprodukt im besten Fall über längere Zeit beobachten. „Traditionell werden die Rabatttage im November vom Onlinehandel dominiert. Dennoch sollten Verbraucher:innen auch die Preise im stationären Handel im Blick behalten und mit den online angebotenen Preisen vergleichen“, erklärt Hufländer. „Denn auch im stationären Handel lassen sich einige Schnäppchen machen, die es online vielleicht nicht gibt“. Weiteres Plus des stationären Handels: eine kompetente Beratung. 

Vorteil im Online-Handel: Widerrufsrecht

Der Vorteil im Onlinehandel bleibt das gesetzliche Widerrufsrecht. „Bereuen Verbraucher:innen später den vorschnellen Einkauf, dann kann dieser einfach durch die Erklärung des Widerrufs rückgängig gemacht werden“, so Hufländer. „Im stationären Handel sollten sich Verbraucher:innen hierfür ein Umtauschrecht einräumen lassen“.

Nachteil im Online-Handel: Fakeshops 

Verbraucher:innen sollten beim Online-Shopping aufpassen, dass sie keinem Fakeshop auf den Leim gehen. Diese sind teilweise auf den ersten Blick nur schwer zu erkennen. Zweifel an der Seriosität eines Online-Shops sind angebracht bei unfassbar niedrigen Preisen, einem fehlerhaften Impressum oder sich häufenden Negativbewertungen im Internet. „Verbraucher:innen sollten keine Vorkasse leisten,  besser ist Kauf auf Rechnung oder Bankeizug“, rät Mathias Hufländer. 

FAZIT: VERGLEICHEN UND MISSTRAUISCH SEIN LOHNT SICH
Ohne vorherigen Preisvergleich können sich vermeintliche Schnäppchen später als teurer Fehlkauf herausstellen. Hierfür sollten Online-Preise auch mit denen des stationären Handels verglichen werden. Onlinekäufe sollten keinesfalls per Vorkasse bezahlt werden, denn dies wird besonders häufig von betrügerischen Fakeshops gefordert.

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.

Förderhinweis HB Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz