Adventskalender für Kinder? Genaues Hinsehen notwendig!

Pressemitteilung vom
"Niedliche" Adventskalender können Alkohol enthalten
Zutatenlisten immer lesen
Kinder könnten sich an den Alkoholgeschmack gewöhnen

"Niedliche" Adventskalender können Alkohol enthalten
Zutatenlisten immer lesen
Kinder könnten sich an den Alkoholgeschmack gewöhnen

Off

Es gibt sie weiterhin: Adventskalender, die von ihrer Gestaltung her aussehen, als seien sie für Kinder gedacht. Doch das sind sie längst nicht immer. Schon seit Jahren kritisiert die Verbraucherzentrale Bremen, dass kindlich aufgemachte Adventskalender Alkohol enthalten können. "Auch wenn durch solche kleine Mengen Alkohol keine direkten Gesundheitsschäden zu erwarten sind – Kinder sollten grundsätzlich keinen Alkohol verzehren, sie könnten sich an den Geschmack gewöhnen", sagt Annabel Oelmann, Vorstand der Verbraucherzentrale Bremen. "Die Hersteller sollten bei "niedlich" aussehenden Kalendern auf alkoholhaltige Zutaten verzichten oder aber sie anders gestalten", fordert Oelmann weiter.

Manche Händler versuchen, bei der Präsentation Kalender "mit und ohne Alkohol" getrennt aufzubauen. Das wäre zwar vorbildlich, aber Achtung, ein Check in einem Bremer Kaufhaus hat gezeigt, dass bei der Trennung beider Sorten die letzte Konsequenz manchmal fehlt.

Annabel Oelmann sieht aber vor allem die Hersteller in der Pflicht: "Es gibt auch hier eine Unternehmensverantwortung. Alkoholismus von Kindern und Jugendlichen ist ein großes Problem, auch in Deutschland. Müssen also ausgerechnet – scheinbar für Kinder geeignete – Adventskalender Alkohol enthalten?"

Die Verbraucherzentrale Bremen empfiehlt Eltern bzw. Großeltern, beim Kauf von Adventskalendern grundsätzlich die Zutatenlisten zu lesen. Von den Herstellern fordert sie, den Hinweis auf Alkohol auch auf der Vorderseite der Kalender aufzudrucken – auch wenn der Gesetzgeber dies nicht verlangt.

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.
Plastikmüll im Meer

Einwegplastik-Verbot in der EU: Das sind die Alternativen

Eine neue Verordnung hat im Juli 2021 mit einer Reihe von Einwegkunststoff-Produkten Schluss gemacht – darunter Wattestäbchen, Plastikteller oder auch Styropor-Becher. Wir zeigen, um was es dabei genau geht und bewerten die praktischen Alternativen.
Essenreste auf einem Teller

Marktcheck: kleine Portionen in der Gastronomie noch nicht Standard

Wenn Restaurantgäste zwischen verschiedenen Portionsgrößen wählen oder übriggebliebenes Essen mitnehmen könnten, würden weniger Lebensmittel als bisher im Müll landen. Doch nur wenige Restaurants nutzen bisher ihre Möglichkeiten, wie der Marktcheck der Verbraucherzentralen zeigt.
Eine Frau sucht auf einer Streamingplattform nach einem Film.

Neue Gebühren bei Prime Video: vzbv plant Klage gegen Amazon

Änderungen bei Amazon Prime Video: Was Sie zu den neuen Werberichtlinien von Amazon Prime wissen sollten – und wie der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) für Ihre Rechte kämpft.