Wild auf dem Tisch

Pressemitteilung vom
  • Wildfleisch ist ein sicheres Lebensmittel
  • Wildfleisch vor Ort kann man auch von Jägern oder im spezialisierten Fachhandel kaufen
  • Die Afrikanische Schweinepest ist nicht auf den Menschen übertragbar

 

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Wie sicher ist Wildfleisch?
Generell gilt Wildfleisch als sicheres Lebensmittel, wie anderes Fleisch auch. Um das zu gewährleisten müssen Jäger für den Direktverkauf von jedem erlegten Wildschwein Proben entnehmen und zur Untersuchung auf Parasiten einschicken. Außerdem sind sie dafür ausgebildet und werden regelmäßig geschult, Krankheiten bei erlegten Tieren feststellen zu können. Kranke Tiere dürfen nicht zum Verzehr angeboten werden! Bei Fleisch vom Wildhändler werden neben den Wildschweinen zum Teil auch Damwild und Rehe auf eher selten vorkommende Parasiten getestet.
Doch auch hier kann Entwarnung gegeben werden, denn eine Eigenschaft haben die Parasiten gemeinsam - sie sterben bei Temperaturen ab 70 Grad Celsius. „Wenn das Fleisch einmal gut durcherhitzt wird, kann es deshalb bedenkenlos verzehrt werden“, erklärt Sonja Pannenbecker, Referentin für Lebensmittel und Ernährung bei der Verbraucherzentrale Bremen. Um die optimale Temperatur festzustellen, eignet sich ein Bratenthermometer. Es wird in das Fleisch gesteckt und misst die Innentemperatur. „Wenn im Inneren fünf Minuten lang mindestens 70 Grad Celsius erreicht sind, ist das Fleisch optimal gegart. Es ist leicht rosig und noch saftig. Wird es deutlich länger erhitzt, wird es zu fest“, erklärt Pannenbecker. Viele Gewürze wie beispielsweise Pfeffer sollten erst nach dem Erhitzen hinzugegeben werden, da sie sonst durch die Hitze einen unangenehmen Geschmack entwickeln können.
Wer Wildfleisch kauft, sollte auf die Herkunft achten. Nach Fleisch mit einem Bio-Label sucht man jedoch vergeblich. Nur Wildtiere wie Damwild oder Rehe, die aus einer Gehege-Haltung stammen und nach Bio-Maßstäben gehalten werden, dürfen das Label tragen.


Die Afrikanische Schweinepest

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) rückt wohl immer näher. Für Menschen kann aber Entwarnung gegeben werden, denn laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung und dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) ist die Afrikanische Schweinepest für Menschen nicht ansteckend!
Das BMEL erklärt, dass ASP nur für Schweine gefährlich ist. Wildschweine können sich damit genauso anstecken, wie Schweine in Mastbetrieben. Um einen Ausbruch schnellst möglich bemerken zu können, muss momentan von jedem geschossenen, angefahrenen oder tot gefundenen Wildschwein eine Probe entnommen und untersucht werden. Bislang wurde die Krankheit zum Glück nicht in Deutschland nachgewiesen.

Damit das so bleibt, können auch Sie ihren Teil dazu beitragen: „Werfen Sie Lebensmittelreste wie Wurst oder Wurstbrote nicht im Wald, an Straßenrändern oder an Raststätten mit offenen Mülleimern weg“, rät Pannenbecker. Durch diese Maßnahme wird verhindert, dass Wildschweine eventuell darin vorkommende Viren fressen und die Seuche sich in Deutschland ausbreitet. Besondere Vorsicht gilt bei Wurstwaren, die aus anderen Ländern mitgebracht werden, wo die Afrikanische Schweinepest bereits ausgebrochen ist.

 

REGIONAL LIEGT AUF DER HAND
Wild aus Deutschland ist hochwertig und hat meist einen angemessenen Preis. Im Lebensmitteleinzelhandel gibt es auch importiertes Fleisch aus Gatterhaltungen in Amerika oder Neuseeland. Im Fachgeschäft oder direkt vom Jäger gibt es jedoch meist auch eine gute Auswahl.

 

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