Katerfrühstück oder Pülverchen – was hilft gegen den Kater?

Pressemitteilung vom

Silvester steht vor der Tür und vielen graut es vor einem verkaterten Start ins Jahr. Anti-Kater Rezepte gibt es viele, doch helfen sie auch? Wie wäre es mit Matjes, sauren Gurken und Espresso mit Zitrone zum Frühstück im neuen Jahr?

Das wichtigste in Kürze

  • Anti-Kater Mittel beschleunigen nicht den Alkoholabbau im Körper
  • Viel Wasser trinken ist wichtig, um den Flüssigkeitsverlust durch den Alkohol auszugleichen
  • Alkohol in Maßen zu trinken, ist das beste Mittel gegen den Kater
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Alkohol bewirkt unter anderem einen Wasser- und Mineralienentzug im Körper. „Der Mineralienmangel kann durch die häufig salzigen Anti-Kater Mittelchen wie Matjes oder saure Gurken wieder ausgeglichen werden. Gegen den Kater an sich, also Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwindel helfen sie aber nicht“, erklärt Sonja Pannenbecker, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Bremen. Die Symptome werden durch den Abbau des Alkohols ausgelöst. Zudem reizt der Alkohol die Magenschleimhaut und weitet die Blutgefäße – auch im Gehirn. Je extremer der daraus resultierende Flüssigkeitsverlust ist, desto unangenehmer sind die Kopfschmerzen am nächsten Tag.
Der Alkohol muss also wirklich erst abgebaut werden – mit etwa 0,1 bis 0,2 Promille pro Stunde – bevor es einem wieder bessergeht.

Was tun, wenn es zu spät ist?
„Der beste Tipp ist viel trinken! Am besten Wasser oder Saftschorlen. Auch Kräutertees sind eine gute Wahl, da er den Magen beruhigt“, empfiehlt Pannenbecker. Die berühmte Bloody Mary aus Tomatensaft, Zitronensaft, Salz und Tabasco liefert ebenfalls wichtige Mineralien. Auf den Wodka sollte aber besser verzichtet werden. „Doch auch ein ganz normales Frühstück kann helfen, den Mineralhaushalt wieder ins Gleichgewicht zu bringen. So liefern Vollkornbrot mit Käse oder Wurst Salz und weitere wichtige Mineralien“, rät Pannenbecker. Nach dem Frühstück tut es gut, sich etwas an der frischen Luft zu bewegen. Selbst wenn es schwerfällt, Bewegung bringt den Kreislauf in Schwung und unterstützt so den Alkohol-Abbauprozess. Espresso mit Zitrone kann den Prozess unterstützen. „Diverse Nahrungsergänzungsmittel werben damit, den Kater vorzubeugen oder zu lindern, doch hier ist Vorsicht geboten“, so Pannenbecker. „Sie enthalten teilweise viel höhere Mengen von Vitaminen und Mineralstoffen, als das Bundesinstitut für Risikobewertung für Nahrungsergänzungsmittel empfiehlt und außer, dass sie den Mineralstoffhaushalt wieder etwas ins Lot bringen, ist keine Linderung zu erwarten.“

Damit es gar nicht erst zum Kater kommt:
Generell sollte Alkohol nicht getrunken werden, um den Durst zu stillen, sondern viel mehr zum Genießen in geselliger Runde. Vor dem Anstoßen ausreichend essen, das verlangsamt die Aufnahme des Alkohols ins Blut. Fettreiche Gerichte sind hier besonders gut, da sie lange im Magen bleiben. Zwischendurch Wasser oder Apfelschorle trinken und vor dem Schlafengehen ebenfalls nochmal ein großes Glas Wasser trinken. Wer den Alkohol langsam trinkt, hat länger was davon und der Körper wird nicht auf einmal mit einer großen Alkoholmenge konfrontiert. Es empfiehlt sich zuckerhaltige Getränke wie Glühwein oder einige Cocktails nur in Maßen zu trinken, da Zucker den Alkoholabbau verzögert.

Weitere Informationen auch auf https://www.kenn-dein-limit.info/

 

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