Gemüse des Monats – Bärlauch

Pressemitteilung vom
  • Im April ist die Erntezeit für Bärlauch
  • Am besten frisch verwenden, durch Trocknen verliert er an Aroma
  • Giftige Verwechslungsgefahr – wer selber sammelt, muss sich auskennen
     
Gemüse des Monats – Bärlauch
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Der Frühling ist da und alles beginnt zu sprießen. Auch der Bärlauch hat nun Saison. Knackig grün und mit frischem Knoblaucharoma verfeinert er unsere Teller. Die Verbraucherzentrale Bremen gibt Tipps zum Sammeln und Zubereiten.

Wenn die Temperaturen im Frühjahr steigen, erwacht auch der Bärlauch und schiebt seine ersten Blätter aus der Erde. Satt grün und lanzettartig geformt, wachsen sie in kleinen Büscheln ungefähr 20 cm hoch. Später kommt die sternenförmige weiße Blüte hinzu, die ebenfalls nach Knoblauch riecht. Diese ist eher nichts für die Blumenvase, aber definitiv etwas für den Magen. „Sowohl die Blätter, als auch die Blüten sind essbar“, erklärt Annabel Dierks, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Bremen. 


Held in der Küche

Schon sein lateinischer Name deutet auf den Bären hin – Allium ursinum. Allium steht für die Gattung des Lauches, ursinum bedeutet Bär. Manche sagen, Bären mögen die knoblauchartige Zwiebelpflanze gerne, andere behaupten, der Name stamme von den vielen guten Inhaltsstoffen, die stark wie ein Bär machen. Was davon stimmt, ist unklar. Sicher ist: Bärlauch ist eine Bereicherung in der Küche.
„Besonders lecker ist frisch zubereitetes Bärlauchpesto. Oder streuen Sie den schmackhaften Frühlingsboten als Gewürz in Suppen und Soßen oder auf belegte Brote“, empfiehlt Annabel Dierks. „Vermischen Sie die kleingeschnittenen Blätter mit Butter, so bekommen Sie einen aromatischen Brotaufstrich, der sich zudem gut im Gefrierschrank hält."

 
Schwefelreicher Vitamin C Lieferant

Wie auch bei Zwiebeln und Knoblauch, sind Schwefelverbindungen verantwortlich für den typischen Geruch und Geschmack. Ihre Abbauprodukte sind gesundheitsförderlich. Außerdem ist Bärlauch reich an Vitamin C. Eine Portion von nur acht Gramm enthält so viel Vitamin C wie 80 g Zitrone. „Möchten Sie Bärlauch haltbar machen, dann frieren Sie ihn besser ein, als ihn zu trocknen“, sagt Annabel Dierks. Der Trocknungsvorgang zerstört das empfindliche Vitamin C und der Bärlauch verliert zudem einen Teil seines charakteristischen Aromas. „Dies passiert auch beim Kochen, geben Sie den Bärlauch deshalb immer zum Schluss hinzu“, rät Annabel Dierks.


Achtung Verwechslungsgefahr

Das Sammeln von wildwachsendem Bärlauch ist in kleinen Mengen erlaubt. „Schauen Sie sich vor dem Sammeln am besten genau seine giftigen Doppelgänger an. Dazu gehören Maiglöckchen, gefleckter Aronstab und die Herbstzeitlose. Da ein Verzehr mit diesen giftigen Pflanzen tödlich enden kann, ist absolute Sicherheit beim Sammeln notwendig“, gibt Annabel Dierks zu bedenken. 
Damit die wilden Bestände auch im nächsten Jahr wachsen, sollten Verbraucher:innen die Blätter vorsichtig abschneiden und die Zwiebeln im Boden belassen. „Lassen Sie am besten immer einige Blätter pro Pflanze stehen, so kann der der Bärlauch ausreichend Kraft tanken“, erklärt Annabel Dierks. 


Wie immer gilt gründliches Waschen und Meiden von Sammeln an Hundeplätzen. Dann steht dem Genuss nichts im Weg. 
 

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