Ausgewogene Ernährung mit wenig Geld

Pressemitteilung vom

Trotz Schul- und Kita-Schließungen und möglicherweise Kurzarbeit gesund in den Frühling 

  • Eine ausgewogene Ernährung muss nicht teuer sein
  • Saisonal einkaufen
  • Kinder in die Essensvorbereitung einbeziehen
Blick von oben auf einen Supermarkt
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Keine Kantine oder Mensa, keine Mittagspause mit den Kolleginnen und Kollegen und die Kinder sind auch den ganzen Tag zu Hause. Wenn dann auch noch Kurzarbeit hinzukommt, kann man schon mal ins Grübeln kommen, wie die Familie ausgewogen und trotzdem preiswert ernährt werden kann. 

Durchschnittlich geben deutsche Haushalte pro Person und Tag 7,34 € für Ernährung aus. Der Anteil sinkt pro Person, je mehr Kinder im Haushalt leben auf 4,68 €, bei Paaren mit drei Kindern, so die Ergebnisse der Einkommens- und Verbraucherstichrobe aus 2013. Doch geht damit auch eine gesunde und ausgewogene Ernährung?

Die gute Nachricht zuerst – eine ausgewogene Ernährung muss nicht teuer sein!

Vielen Menschen hilft es, sich einen Plan zu machen: was kann ich (oder meine Kinder) gut kochen, was mag die Familie gerne und was passt zur Saison. Nachdem fünf bis zehn Gerichte ausgewählt sind folgt der nächste Schritt: welche Reste lassen sich am nächsten Tag gut weiterverarbeiten. So kann mit der Familie ein Wochenplan erstellt werden, der möglichst die gelagerten Lebensmittel zu Hause mit einbezieht und mit dem nicht mehr täglich die Frage kommt: und was essen wir? 

Warum auf die Saison achten? Oftmals sind Gemüse und Obst aus der Region und in der Saison günstiger zu haben als importierte Ware. Bei der beginnenden Spargelzeit kann auch gut der „Bruchspargel“ gekauft werden, der ist günstiger als die unversehrten – langen – Spargelstangen. Unbearbeitete Tiefkühlprodukte wie Tiefkühlspinat oder Brokkoli ergänzen günstig und gut lagerfähig den Speiseplan. 

Hülsenfrüchte sind eine gute Eiweißquelle, sind vielfältig einzusetzen und machen lange satt. Auch sie sind recht günstig zu bekommen. Linsen sind im trockenen Zustand gut lagerfähig und relativ schnell gar. Bei trockenen Bohnen und Erbsen muss man lange Einweich- und Kochzeiten beachten – hier kann man gut auf Ware aus der Dose oder Glas zurückgreifen. 

Auch bei Getränken lässt sich einiges sparen – trinkt man Leitungswasser zahlt man in Bremen für 10 Liter gerade mal gut 2 Cent. Wer Geschmack im Getränk haben will, kann Kräuter- oder Früchtetees kochen (schmecken auch kalt lecker) oder mit Saft Schorlen herstellen. Das spart nicht nur Geld, sondern auch viele Kalorien!

Ostern steht vor der Tür und Süßigkeiten und Eier werden wieder versteckt. Bei Süßigkeiten lohnt es sich eher die Einzelverpackungen mit einer Sorte zu kaufen als gemischte Sorten in Sondergrößen oder -verpackungen. Ein Blick auf den Grundpreis am Preisschild hilft, die günstigere Varianten zu finden. Eier am besten frisch kaufen und selbst färben – so hat jede Familie im Griff, welche Farben verwendet werden und spart oftmals auch noch Geld als einzelne gefärbte Eier zu kaufen. 
 

EIN PAAR BEISPIELE 
Pell- oder Salzkartoffeln schmecken am nächsten Tag gut in einem Auflauf, als Bratkartoffeln oder Ofenkartoffeln. 
Der Osterbraten – der auch gut aus günstigeren Fleischteilen hergestellt werden kann – schmeckt auch in den folgenden Tagen lecker auf Brot. Mehr als zweimal in der Woche muss Fleisch (inklusive Wurst) aber auch nicht Teil der Ernährung sein! Pfannkuchen vom Vortag schmecken lecker als Suppeneinlage – und eine Gemüsesuppe ist schnell und einfach gekocht. 
Pizza und Flammkuchen sind super Resteverwertungen: Gemüse, Käse und Wurst nach Belieben kombinieren – und für Flammkuchen braucht es auch keine Hefe! 

Zum Weiterlesen empfiehlt sich der Ratgeber der Verbraucherzentralen: „Mit Kindern essen
Gemeinsam genießen in der Familienküche“, der online auf verbraucherzentrale.de bestellt werden kann!

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