Gutes für die Schultüte

Pressemitteilung vom

Für viele Kinder rückt der lang ersehnte, erste Schultag immer näher. Die Verbraucherzentrale Bremen hat für das zweitwichtigste Symbol des Tages ein paar Vorschläge zusammengestellt:</br>Was kann alles in die Schultüte und was ist nicht geeignet?

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Früher gab’s die Schultüten für alle

Heute kaum vorstellbar, was eine Kollegin aus der Verbraucherzentrale Bremen über ihre Einschulung in den sechziger Jahren berichtet: In der Klasse sammelte die Lehrerin die Schultüten ein, kippte alles zusammen in eine Kiste, und jeden Tag durfte sich jedes Kind eine Süßigkeit aussuchen. Was ein Erstklässler heute wohl dazu sagen würde?

Was soll in eine Schultüte?

Neben den nützlichen Klassikern wie Buntstifte, Lineal, lustigem Radiergummi, Brotdose oder Turnbeutel gehört sicher auch Naschwerk dazu, z. B. Schokoriegel oder Fruchtgummi. "Aber es gibt auch "Gesundes", das Kinder gerne naschen, wie Vollkornkekse, Nüsse oder Trockenobst", so Annabel Oelmann, Vorstand der Verbraucherzentrale Bremen.

Zusätzliches, das Spaß bringt und fit machen kann, sind beispielsweise der gute alte Gummitwist, Jonglierbälle oder ein Hüpfseil. Erstklässler freuen sich aber auch über Seifenblasen, ein kleines Kuscheltier, ein Kartenspiel, Knete oder einen Gutschein, z. B. für den Zoo am Meer oder einen Kinofilm. Eltern kennen ihre Kinder genau und wissen, was gut ankommt.

Besser nicht

"Nicht in eine Schultüte gehören große Mengen an Süßigkeiten, völlig Überteuertes wie ein Smartphone, ein edles Markenshirt oder Spielekonsolen. Auch Nahrungsergänzungsmittel, die vielleicht gut gemeint sind, sind überflüssig." sagt Oelmann. "Kinder bekommen über eine abwechslungsreiche Ernährung mit viel Gemüse, Rohkost und Obst alles, was sie benötigen, um fit für den Schulalltag zu sein.

Wir empfehlen Ihnen außerdem, vor dem großen Tag mit Großeltern oder Paten über die Schultüte zu sprechen".

"Fertigtüte" aus dem Handel

Marketing für Schulanfänger: Manche Handelsketten verschenken fertig gepackte Schultüten oder füllen leere für Erstklässler. "Wir lehnen Marketing in der Schule ab. Kinder sollten lernen können, ohne dass sie schon beim Unterricht durch Werbebotschaften beeinflusst werden. Hinzu kommt, dass jedes Kind doch etwas Besonderes ist und nicht mit einer "Schultüte von Stange" beschenkt werden sollte", meint Oelmann.

Fragen zum Thema gesunde Ernährung für Schulkinder beantwortet die Ernährungsabteilung der Verbraucherzentrale Bremen
  • dienstags von 10:00 bis 13:00 Uhr und
  • donnerstags von 14:00 bis 16:00 Uhr

unter der Durchwahl (0421) 160 77-54.

Montags bis donnerstags beraten wir Sie von 10:00 bis 18.00 Uhr auch gerne persönlich.

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.