Baukindergeld: Fristende am 31.03.2021

Pressemitteilung vom
  • 12.000 Euro je Kind gibt es vom Staat dazu
  • Alle Fristen müssen beachtet werden
  • Das zu versteuernde Jahreshaushaltseinkommen darf maximal 75.000 Euro betragen
Es gibt fürs Baukindergeld verschiedene Fristen, die Verbraucher:innen alle einhalten müssen
Anspruch auf das Baukindergeld haben Familien mit mindestens einem Kind
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Achtung Fristende! Egal ob Kauf oder Neubau, Haus oder Eigentumswohnung: Mit dem so genannten Baukindergeld fördert die Bundesregierung Familien mit Kindern mit bis zu 12.000 Euro je Kind. Die Verbraucherzentrale Bremen berät unabhängig zur Immobilienfinanzierung. 


Das Baukindegelt gibt es für Immobilien, die seit dem 1. Januar 2018 gekauft worden sind. Bei Neubauten gilt stattdessen der Tag der Baugenehmigung. „Fällt Ihre Familie in die Regelung, können Sie bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) die Anträge für Kinderbaugeld stellen und sich darum kümmern, dass Ihr Immobilienkauf anerkannt und gefördert wird“, erklärt Roland Stecher Finanzexperte der Verbraucherzentrale Bremen. Sollten Verbraucher:innen einen Immobilienkauf noch planen, ist es sehr wichtig, dass sie auf die Fristen achten und bei der Finanzierung die Fördermittel berücksichtigen!


Fristen

Es gibt fürs Baukindergeld verschiedene Fristen, die Verbraucher:innen alle einhalten müssen. 

Übersicht Fristen

  1. Bis spätestens Ende März 2021 muss der Kaufvertrag unterschrieben sein oder die Baugenehmigung vorliegen (die Frist sollte eigentlich 2020 enden, ist aber wegen der Corona-Pandemie um 3 Monate bis März verlängert worden).
  2. Spätestens sechs Monate nach dem Einzug (amtliche Meldebestätigung) muss der Antrag für das Baukindergeld gestellt worden sein.
  3. Der Antrag muss bis spätestens 31.12.2023 bei Einhaltung aller Förderbedingungen gestellt werden.

Roland Stecher fasst zusammen: „Kaufvertrag oder Baugenehmigung bis Ende März 2021, Einzug und Antrag spätestens bis Ende 2023, danach geht es nicht mehr.“


Für wen gibt es das Baukindergeld?

Anspruch haben Familien mit mindestens einem Kind. „Dieses muss, wenn Sie den Antrag stellen, unter 18 Jahre alt sein, damit es berücksichtigt wird“, sagt Roland Stecher. Er betont: „Die Kinder müssen mit Ihnen in die Immobilie einziehen.“ Darüber hinaus darf das zu versteuernde jährliche Haushaltseinkommen maximal 75.000 Euro betragen. Das gilt auch, wenn nur ein Erwachsener mit Einkommen im Haushalt lebt, also auch für Alleinerziehende. Je Kind unter 18 Jahren erhöht sich diese Grenze zusätzliche um 15.000 Euro je Kind. 
Verbraucher:innen bekommen Baukindergeld nur für die erste Immobilie. Dazu Roland Stecher: “Besitzen Sie bereits eine, können Sie das Baukindergeld nicht beantragen. Das gilt z.B. auch dann, wenn Sie eine Immobilie geerbt oder geschenkt bekommen haben und zusammen mit anderen nur mit einem Anteil daran im Grundbuch stehen.“
 

Beispiel

Für eine Beispielfamilie mit zwei Kindern ergibt das ein zu versteuerndes Jahreshaushaltseinkommen von maximal 105.000 Euro (75.000 Euro + 2 x 15.000 Euro). Wer darunter liegt, bekommt 24.000 Euro vom Staat (12.000 Euro je Kind), wer darüber liegt, wird nicht gefördert.

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