Verbraucherschutz in digitalen Märkten für Migrantinnen und Migranten

Pressemitteilung vom
Verbraucherschutz in digitalen Märkten für Migrantinnen und Migranten stärken! Verbraucherzentrale Berlin, Hamburg und Bremen ziehen Bilanz ihres Projekts
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Verbraucherschutz in digitalen Märkten für Migrantinnen und Migranten stärken!
Verbraucherzentrale Berlin, Hamburg und Bremen ziehen Bilanz ihres Projekts

Die Verbraucherzentralen Berlin, Bremen und Hamburg fordern mehr Schutz und Kundenfreundlichkeit für russisch- und türkischsprachige Verbraucherinnen und Verbraucher in digitalen Märkten. Dies ist eine der Schlussfolgerungen aus dem Projekt „Migranten und Verbraucherschutz in digitalen Märkten“ der drei Verbraucherzentralen, das im August 2018 endet. „Sprachbarrieren, aber auch Unkenntnis über das deutsche Rechtssystem wirken oft benachteiligend und verunsichernd“, fasst Dörte Elß, Vorstand der Verbraucherzentrale Berlin, zusammen. „Hinzu kommen unübersichtlich gestaltete Angebote, Vertragsfallen sowie Produktinformationen ausschließlich in deutscher Sprache, die Migrantinnen und Migranten die Wahrnehmung ihrer Verbraucherrechte erschweren“, so Elß.

Um die digitalen Märkte für russisch- und türkischsprachige Verbraucher transparenter zu machen, hat das Projektteam zahlreiche Vorträge, Workshops sowie Orientierungssprechstunden in Berlin, Bremen und Hamburg durchgeführt „Ich bedanke mich herzlich bei unseren Partnern für die erfolgreiche Zusammenarbeit. Unsere gemeinsame Aufklärungsarbeit mit den Organisationen der russisch- und türkischsprachigen Migranten war sehr erfolgreich“, betont Annabel Oelmann, Vorstand der Verbraucherzentrale Bremen.

Ein weiterer Schwerpunkt des Projektes waren Marktuntersuchungen. So überprüfte das Projektteam in drei Marktchecks sogenannte Ethnoprodukte, also spezielle Angebote für türkisch- und russischsprachige Kunden in den Bereichen Lebensmittel, Telekommunikation und Bezahlfernsehen. Dabei stellten die Verbraucherschützer bei den Verbraucherinformationen und Vertragsbedingungen zahlreiche verbraucherunfreundliche Praktiken fest. „Ein Lichtblick waren bei den Pay-TV-Angeboten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen“, so Michael Knobloch, Vorstand der Verbraucherzentrale Hamburg. „Es sollte jedoch eine Selbstverständlichkeit sein, dass auch Verbraucher mit Migrationshintergrund nicht nur die AGB, sondern alle verbraucherrelevanten Informationen wie Hinweise zum Datenschutz oder Widerrufsrecht vollständig, übersichtlich und möglichst mehrsprachig einsehen können. Hier sehen wir die Anbieter in der Pflicht.“

Das Projekt «Migranten und Verbraucherschutz in digitalen Märkten»

Das Projekt „Migranten und Verbraucherschutz in digitalen Märkten“ wurde von der Verbraucherzentrale Berlin in Kooperation mit den Verbraucherzentralen Bremen und Hamburg durchgeführt und vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz gefördert. Wichtiges Ziel des Projekts war es, insbesondere russisch- und türkischsprachige Menschen über Verbraucherrechte in digitalen Märkten aufzuklären. Seit 19. Juli 2017 kooperiert die Verbraucherzentrale Berlin im Rahmen des Projekts mit der russischsprachigen Migrantenorganisation „Club Dialog e.V.“, um die Zielgruppe der russischsprachigen Verbraucherinnen und Verbraucher noch besser zu erreichen. Das Projekt lief vom 01.09.2016 bis zum 31.08.2018.

Mehr Informationen finden Sie unter:
https://www.migranten-verbraucherschutz.de

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