Google hört mit

Pressemitteilung vom
Sie tragen so harmlose Namen wie Cortana, Alexa oder Siri und sollen uns im Alltag helfen. Die sogenannten digitalen Sprachas-sistenten. Die Technologiegroßkonzerne Microsoft, Amazon, App-le und auch Googles „Assistant“ reagieren auf Zuruf. Aber welche persönlichen Daten werden gespeichert? Diese un
Amazons Echo-Dot "Alexa"

Amazons Echo-Dot "Alexa"

Digitale Sprachassistenten in der Kritik. Verbraucherzentrale Bremen mit Antworten zu drängenden Fragen

  • Sprachassistenten reagieren auch auf andere Aktivierungswörter und können so unbeabsichtigt gestartet werden
  • Google muss Nutzeranfragen zur Datenspeicherung beantworten
  • Wie kann man sich vor dem ungewollten Lauschangriff schützen?
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Sprachassistenten sammeln Daten

Ein kurzes „OK, Google“ und schon startet auf dem Mobiltelefon oder auf dem stationären Google Assistant Gerät in den eigenen vier Wänden die App. Nun können die Verbraucherinnen und Verbraucher einfache Fragen wie „Wie wird das Wetter heute“ stellen, es lassen sich aber auch verbundene Apps steuern. Der Satz „Schreibe eine SMS an Schatzi“ greift auf das Programm zu, mit dem eine SMS versendet wird und zusätzlich auf das persönliche Adressbuch. Woher sollte Google sonst wissen, wer „Schatzi“ ist. „Und schon eine Information mehr, die der Datensammler speichert,“ erläutert Annabel Oelmann, Vorständin der Verbraucherzentrale Bremen.

 

Recht auf Auskunft – Google muss antworten

Google hielt sich in der Vergangenheit offen, nach eigener Einschätzung Nutzeranfragen einfach abzulehnen. Auf Druck des Marktwächter-Teams der Verbraucherzentrale NRW hat Google aktuell eine Unterlassungserklärung unterzeichnet und diese unzulässige Datenschutzbestimmung gestrichen. Zur Untersuchung geht es hier.

Sprachassistent reagiert auch auf „OK, Kuchen“

Verbraucherinnen und Verbraucher können Alexa, Siri und Co. aber auch unbeabsichtigt aktivieren und werden so völlig ahnungslos abgehört. Die digitalen Sprachassistenten starten sich normalerweise, durch ein Aktivierungswort. Bei Google wäre das beispielsweise „OK, Google“. Doch Google reagierte bei unseren Tests auch auf „Ok, Kuchen“ oder „OK, du“. Die Geräte sind ständig im Standby-Modus. „Verbraucherinnen und Verbraucher sollten sich also bei der Nutzung von digitalen Sprachassistenten bewusstmachen, dass von Ihnen auch unbeabsichtigt Daten an die Anbieter-Server übertragen werden können“, so Oelmann.

 

Wie können sich die Bremerinnen und Bremer schützen?

  • Bei einigen Sprachassistenten lässt sich einstellen, dass bei Aktivierung durch das Signalwort ein Ton abgespielt wird. So hört man, dass der Assistenz gestartet wurde.
  • Sprachassistenten lassen sich auch zeitweise abschalten (Mikrofontaste am Lautsprecher drücken) oder ganz deaktivieren.
  • Wenn Sie ein Aktivierungswort wählen können, nehmen Sie keines, was Sie in der Alltagssprache häufiger benutzen, sonst sind ungewollte Einblicke in Ihre Gespräche möglich.
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