Facebook löschen?

Pressemitteilung vom

Facebook und Datenschutz – eine Never-Ending-Story. Aktuell sollen 50 Millionen Facebook-Nutzer vom Datenmissbrauch betroffen sein. Facebook-Gründer Marc Zuckerberg muss sich öffentlich erklären und wird zur Aufklärung ins Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz (BMJV) einbestellt. Auch die Stimmen, die dazu aufrufen, Facebook einfach zu löschen, werden immer lauter. Doch was können Verbraucherinnen und Verbraucher tun, die nicht mal so auf ihr soziales Netzwerk verzichten wollen?

Großes Firmenschild vor dem Facebook-Hauptquartier in Menlo Park, Kalifornien.
Wie geht man mit seinen Daten bei Facebook um?
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Datenkrake Facebook

Datenschutz ist ein Thema, das in der digitalen Welt immer wichtiger wird. Verbraucherinnen und Verbraucher müssen sich darüber im Klaren sein, dass sich die persönlichen Daten der Internetnutzer zur wertvollsten Währung im weltweiten Netz entwickelt hat. „Sind persönliche Daten verfügbar, ist die Gefahr groß, dass diese auch genutzt werden, für personalisierte Werbung oder gar zur Manipulation der öffentlichen Meinung, sagt Annabel Oelmann, Vorstand der Verbraucherzentrale Bremen. Die Gefahr des Datenmissbrauchs wächst, wenn die Server der Netzwerkbetreiber im Ausland stehen und weder deutsches, noch europäisches Datenschutzrecht anwendbar ist, so Oelmann weiter.

 

Facebook pro oder contra

Wenn Netzwerk-Betreiber sich nun öffentlich erklären müssen, so hilft dies den Verbraucherinnen und Verbrauchern nicht weiter. Datenschutz fängt bei jedem selbst an. Jeder sollte für sich selbst die Frage beantworten: Brauche ich Facebook & Co? „Auf Versprechen der Netzwerk-Anbieter sollte man sich dabei nicht verlassen“, meint Nicole Mertgen, Rechtsexpertin der Verbraucherzentrale Bremen.

 

Wer sich gegen Facebook entscheidet ist fein raus. Auf diesem Weg gehen dann keine persönlichen Daten mehr in die Welt. „Wer auf seine Facebook-Freunde nicht verzichten mag, sollte zumindest die Möglichkeiten der Profileinstellungen nutzen, um die Privatsphäre soweit als möglich zu schützen“, so Mertgen weiter. Die Verbraucherzentrale Bremen empfiehlt dann zumindest:

  • Generelle Zurückhaltung bei der Preisgabe persönlicher Informationen zu üben.

Allgemeine Geschäftsbedingungen und Bestimmungen zum Datenschutz der sozialen Netzwerke prüfen und die Möglichkeiten zum Schutz der Privatsphäre auszuschöpfen.

  •  
  • Kontaktanfragen auf Echtheit zu überprüfen.
  • für verschiedene soziale Netzwerke unterschiedliche Passwörter zu verwenden.
  • Mit seinen Kindern über deren Aktivitäten in sozialen Netzwerken zu sprechen und über Gefahren aufzuklären.
  • Nicht wahllos auf Links klicken.
Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.