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Staubsauger: Worauf Sie beim Kauf achten sollten

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Sauberkeit und Hygiene sind wichtig – allerdings sollten Sie diese Ergebnisse nicht auf Kosten der Umwelt erzielen. Wir informieren über Reinigungsmittel, Staubsauger, Dampfreiniger und sagen, worauf Allergiker achten sollten.

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Wer beim Kauf eines neuen Staubsaugers auf den Energieverbrauch achten möchte, findet die notwendigen Informationen auf dem mehrfarbigen EU-Energieverbrauchslabel.

Bei den Staubsaugern erhalten die sparsamsten Geräte zunächst die Note A, Schritt für Schritt kommen bis zum Jahr 2017 weitere Effizienzklassen bis hin zu A+++ hinzu. Dann werden auch die Klassen auf dem Label entsprechend angepasst. Unabhängig von der Bezeichnung gilt jedoch immer: Je weiter das Gerät im grünen Bereich der Skala liegt, desto besser.

Neue Geräte dürfen derzeiz maximal 62 kWh pro Jahr verbrauchen, bei einer maximalen Leistung von 1.600 Watt. Diese Werte werden aber von den effizienten Geräten noch einmal deutlich unterboten: Ein Staubsauger der Klasse A verbraucht etwa 50 Prozent weniger Strom als ein F-Gerät.

Allerdings sollten Sie sich nicht allein auf das Label zur Energieeffizienz verlassen. Ratsam ist, sich immer auch unabhängige Produkttests, wie beispielsweise von der Stiftung Warentest, anzuschauen.

Änderungen ab September 2017

Ab 1. September 2017 dürfen neue Staubsauger für den Haushaltsbereich nur noch maximal eine Leistung von 900 Watt haben. Der jährliche Stromverbrauch darf nach dem Stichtag nur noch höchstens 43 Kilowattstunden Kilowattstunden betragen.

EU Label StaubsaugerStaubfilter

  • Für Hand- und Bodenstaubsauger sind Mehrfachfilter in Form eines doppellagigen Papierbeutels für die groben Schmutzteile Standard. Die meisten der angebotenen Staubbeutelpackungen beinhalten Motorschutz- und einen oder mehrere Abluftfilter. Diese Mikrofilter können mit Hilfe der elektrostatischen Aufladung Feinstaub besonders gut zurückhalten.
  • Falls Sie auf Hausstaub allergisch reagieren, achten Sie darauf, dass das Gerät einen HEPA - Filter oder einen ULPA-Filter besitzt. Diese speziellen Abluftfilter halten über 99 Prozent aller Teilchen bis zu einer Größe von 0,3 Mikrometern (Das menschliche Haar hat einen Durchmesser von ca. 50 Mikrometern). Kleinste Teilchen wie Pollen, Bakterien und Ausscheidungen der Hausstaubmilbe, die für die Hausstauballergie verantwortlich sind, werden durch diese Filter zurückgehalten.
  • Bereits beim Staubsaugen selbst wirbelt man so viele feine Staubpartikel auf, die auch vom besten Staubsauger nicht erfasst werden können. Eine meist vorhandene Filterwechselanzeige signalisiert Ihnen den notwendigen Wechsel des Staubbeutels. Bei Hand-, Boden- und Bürststaubsaugern fassen die Staubbeutel zwischen 1,5 und 9,5 Liter, bei Mehrzweck-Saugern bis zu 30 Liter.

Saugleistung

  • Wie viel Staub und Schmutz aufgenommen wird, hängt von der Technik der jeweiligen Geräte ab. Die maximale Saugleistung ist eine Hilfsgröße zum Vergleich der Geräte untereinander. Sie wird in Prospekten und in der Produkt-Information in Watt angegeben und liegt bei Bodenstaubsaugern etwa zwischen 2.000 und 450 W. Dabei ist Mehr nicht gleichzusetzen mit Besser.
  • Die Stiftung Warentest hat bei Tests herausgefunden, das eine Leistung von 1.200 Watt meist vollkommen ausreichen. Denn: Eine hohe Leistungsaufnahme (Watt) hat auch einen hohen Stromverbrauch zur Folge. Die Saugleistung können Sie bei den meisten Geräten in bestimmten Grenzen reduzieren. Dadurch können empfindliche Materialien schonender gesaugt werden.
  • Bei der mechanischen Regulierung kann durch einen Drehkopf oder Schieber zusätzlich Nebenluft zugeführt werden. Je größer die Öffnung, desto schwächer die Saugleistung. Bei der elektronischen Steuerung lässt sich die Leistung in Stufen oder stufenlos verändern.
  • Mit der Saugleistung verringern sich auch der Stromverbrauch und das Laufgeräusch. Elektronische Bodenstaubsauger sind nur geringfügig teurer als Modelle ohne bzw. mit mechanischem Regler.
  • Ab dem 1. September 2014 müssen alle neu in den Handel gebrachte Staubsauger mit einem Energielabel ausgestattet werden. Die Maximale Leistungsaufnahme wird ab dann auf 1.600 Watt begrenzt. Auf dem Label wird auch der Stromverbrauch in kWh für eine "Normwohnung" aufgeführt um verschiedene Geräte miteinander vergleichen zu können. Je Weniger desto besser.

Düsen und Bürsten

  • Zur Normalausstattung gehören bei Boden- und Handstaubsaugern eine kombinierte Teppich-/Bodendüse, Polster-/Fugendüse und ein Möbelpinsel. Teppich-/Bodendüsen sind mit dem Fuß verstellbar oder stellen sich selbsttätig um, so dass man harte Böden und weiche Teppiche mit derselben Düse pflegen kann. Ein Dreh- und/oder Kippgelenk erleichtert das Saugen unter Möbeln.
  • Die Rohre müssen so lang sein, dass Sie aufrecht stehend arbeiten können. Teleskoprohre, die sich in der Höhe verstellen lassen, sind hilfreich. Die meisten Bodenstaubsauger sind mit automatischer Kabelaufwicklung ausgerüstet.
  • Durch Elektrobürsten lässt sich die Staubaufnahme einiger Geräte noch verbessern. Vorsicht aber bei empfindlichen Teppichen! Nicht alle sind für die Bearbeitung mit der Bürstenwalze geeignet.

Bürstensauger

Bürstsauger besitzen eine eingebaute rotierende Bürste, die den Schmutz aus den Fasern kämmt. Sie eignen sich besonders für Wohnungen mit Haustieren, die Haare verlieren. Falls Sie unter allergischen Beschwerden leiden, achten Sie auf einen HEPA-Filter. Auch Bürstensauger mittlerweile mit einem Staubbehälter, statt eines Staubbeutels, angeboten.

Mehrzwecksauger

Mit diesen Geräten kann sowohl trocken als auch nass gesaugt werden. Einige Geräte bieten zusätzliche Funktionen wie Shampoonieren oder Dampfreinigen. Diese Extras verteuern die Modelle allerdings. Als "Nur-Staubsauger" genutzt sind diese Geräte relativ teuer und teilweise wenig handlich. Überlegen Sie, für welche Art von Reinigung Sie das Gerät vorrangig nutzen wollen. Lohnt sich die Mehrausgabe für Ihren Haushalt?