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Corona-Folgen an der Börse: Aktien nicht hektisch verkaufen

Stand:

Die Angst vor dem Coronavirus hat auf den Finanzmärkten Kursstürze verursacht. Viele Anleger sind entsprechend verunsichert und verkaufen ihre Anteile. Aber ist das auch die richtige Entscheidung?

Das Wichtigste in Kürze:

  • Aktienbesitzer sollten Ruhe bewahren und nicht hektisch verkaufen.
  • Aktienfonds-Sparpläne als Altersvorsorge sollten einfach weiterlaufen.
  • Wer einzelne Aktien besitzt, sollte sein Depot prüfen.
Aktienkurve mit Pfeil nach unten, Zahlen im Hintergrund
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Trotz Kursstürzen an den Aktienmärkten aus Angst vor dem Coronavirus (Covid-19) sollten Sie jetzt nicht hektisch Ihre Aktien verkaufen. Vor allem, wenn Sie zum Beispiel in Fondssparpläne als Altersvorsorge investieren, sollten Sie alles weiter laufen lassen. Denn bei niedrigen Kursen bekommen Sie für das gleiche Geld, das Sie regelmäßig in den Sparplan einzahlen, mehr Anteile.

Ohnehin sollten Sie bei Ihrer Altersvorsorge auf einen langen Anlagehorizont von zehn Jahren aufwärts und breite Streuung achten. Das gelingt bei Aktien am besten mit passiven Indexfonds (ETF). Eine geografisch breite Streuung erreichen Sie zum Beispiel mit dem MSCI All Country World. Auch eine Streuung über mehrere Anlageklassen ist für Ihre Altersvorsorge sinnvoll. Immobilien oder sichere Anlagebausteine wie Festgeld sind eine sinnvolle Ergänzung.

Besitzen Sie Einzelaktien an Unternehmen, könnten Sie wegen der Entwicklungen durch das Coronavirus Ihr Depot checken: Welche Unternehmen könnten perspektivisch besonders von den Auswirkungen der Corona-Krise betroffen sein? Haben Sie zum Beispiel Anteile in der Luftfahrt- oder Reisebranche, denken Sie über eine Umschichtung nach. Das bedeutet aber auch, dass Sie möglicherweise schon jetzt Geld verlieren, wenn der Aktienwert niedriger ist als zum Zeitpunkt Ihres Kaufs. Nur wenn Sie jetzt dringend auf das Geld angewiesen sind, können Sie durchs Verkaufen eventuelle stärkere Verluste vermeiden. Können Sie dagegen noch einige Zeit warten, bis die Ansteckungsgefahr durch wirksame Medikamente und Impfungen gebannt ist, behalten Sie Ihre Aktien.

Eine Investition in Sachwerte wie etwa Gold ist keine sichere Anlage in dem Sinne, dass das Geld hundertprozentig zurückgezahlt wird. Außerdem ist der Goldpreis schon sehr hoch. Sie sollten hier allenfalls fünf bis zehn Prozent als Puffer in Ihr Depot hinzufügen.


Alle unsere Verbraucher-Informationen zu Corona finden Sie übrigens auch auf unserer Übersichtsseite zum Thema.