Wie funktioniert die Betrugsmasche?
Unseriöse Organisationen oder Einzelpersonen geben sich als Verbraucherschützer aus und behaupten, bei Problemen wie ungewollten Abos, Inkassoforderungen oder drohenden Kontopfändungen helfen zu können. Dabei geben sie vor, mit der Verbraucherzentrale zusammenzuarbeiten oder von ihr beauftragt worden zu sein. „Diese Masche nutzt das Vertrauen in den Verbraucherschutz und in die Institution Verbraucherzentrale für betrügerische Zwecke aus“, so Verbraucherrechtsberaterin Marlene Janssen. In der Folge werden Verbraucherinnen und Verbraucher zur Zahlung von Mitgliedsbeiträgen oder Gebühren aufgefordert. Tatsächliche Hilfe ist nicht zu erwarten.
Keine Verbindung zur Verbraucherzentrale
„Diese Vorgehensweise hat nichts mit der Arbeit der Verbraucherzentralen zu tun“, stellt Janssen klar. Die Verbraucherzentrale kontaktiert Verbraucherinnen und Verbraucher niemals unangekündigt per Telefon oder an der Haustür. Sie fragt nicht unaufgefordert nach persönlichen Daten und bietet keine Dienstleistungen oder Mitgliedschaften im Rahmen solcher Kontakte an.
Vorsicht auch in den sozialen Medien
In den sozialen Medien tauchen vereinzelt „Fake-Profile“ der Verbraucherzentralen auf. Auch hier wird die Glaubwürdigkeit für betrügerische Zwecke missbraucht. Es ist besondere Vorsicht vor Desinformation, Datenklau und Abzocke geboten. Zur Meldung verdächtiger Profile steht das Beschwerdeformular auf verbraucherzentrale.de zur Verfügung.
Schutz vor Abzocke
Verbraucherinnen und Verbraucher sollten bei entsprechenden Kontaktversuchen, wie Anrufen, Haustürbesuchen oder Nachrichten besonders wachsam sein. Wer unerwünscht kontaktiert, unter Druck gesetzt, zur Herausgabe persönlicher Daten oder zu Zahlungen aufgefordert wird, sollte das Gespräch umgehend beenden. „Geben Sie in keinem Fall Kontodaten oder persönliche Angaben preis“, rät Janssen. „Der wirksamste Schutz ist, sich gar nicht erst auf derlei Gespräche einzulassen.“
Informationen zu den echten Verbraucherzentralen, deren Kontaktdaten sowie zu den Beratungsangeboten finden Verbraucherinnen und Verbraucher auf der Webseite der Verbraucherzentrale Bremen. Im Zweifel empfiehlt es sich, Kontakt mit der Verbraucherzentrale aufzunehmen und die Angaben zu prüfen.
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