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Black Friday, Cyber Monday – Preise zu schön um wahr zu sein?

Pressemitteilung vom
Black Friday, Cyber Monday. Ende November lockt der Handel mit vermeidlich attraktiven Preisen. Die Auswahl: unendlich. Die Preise: günstig wie nie. Doch häufig lauern versteckte Kosten oder minderwertige Qualität. Die Verbraucherzentrale Bremen klärt über Fallstricke des Shopping-Wahnsinns auf.
Gold auf Schwarz: Black Friday Super sale
  • Vor einem Kauf die Preise vergleichen
  • Sichere Zahlmethoden nutzen, niemals in Vorkasse gehen
  • Nicht unter Druck setzen lassen und im Falle eines Falls vom Widerrufsrecht Gebrauch machen
  • Fakeshops sicher erkennen mit dem Fakeshop-Finder der Verbraucherzentrale
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Im November startet für den Handel die umsatzstärkste Zeit im Jahr. Der Black Friday lockt am 25. Novembermit satten Rabatten und nur drei Tage später, am 28. November, schließt sich der Cyber-Monday an, der ebenfalls nur eines verspricht: sparen bis die Kreditkarte glüht. „Dass Sie gerade jetzt das Schnäppchen des Jahres machen, ist eher unwahrscheinlich“, sagte Katja Nonnenkamp-Klüting, Kommunikationsexpertin der Verbraucherzentrale Bremen. Erfahrungsgemäß setzen viele Händler:innen die Preise Wochen vor dem Black Friday nach oben, um dann mit vermeidlichen günstigeren Angeboten werben zu können. Viele der fantastischen Sparpreise beruhen zudem auf einem Vergleich mit unverbindlichen Preisempfehlungen der Hersteller (UVP). Diese Mondpreise kassiert jedoch kaum ein Händler.

Trotz satter Rabatte kühlen Kopf bewahren

„Wenn satte Rabatte locken, setzt schon mal das logische Denken aus“, sagt Katja Nonnenkamp-Klüting. Ganz wichtig ist: „Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Ablaufende Zeit oder Balken, die den Lagerbestand zeigen, sind oft nur eine Marketingstrategie, um Sie zu einem schnellen und eventuell unbedachten Kauf zu drängen.“
Die Chancen online betrogen zu werden sind höher als im stationären Einzelhandel, bei dem es „Geld gegen Ware“ ohne zeitliche Verzögerung gibt und man im Falle einer Rückgabe oder Probleme mit dem Produkt Ansprechpartner:innen vor Ort hat. Aber Achtung: Ein gesetzliches Umtauschrecht (14 Tage ohne Angabe von Gründen) wie im Onlinehandel gibt es im Handel vor Ort nicht. Zudem können, wenn die Ware an eine Rücksende im Ausland gesendet werden soll, hohe Portokosten entstehen. Denn wer Ware online kauft, hat keinen Anspruch auf eine deutsche Rücksendeadresse.

Schwarzes Label mit weißer Schrift: Black Friday

Fünf Tipps, die vor Betrug schützen:

  1. Preis des Wunschproduktes genau kennen und Preise vergleichen. Ist der Preis zu schön, um wahr zu sein, ist er das meistens nicht.
  2. Sichere Zahlungsmethoden wie „Kauf auf Rechnung“, Lastschrift, Kreditkarte oder Zahlungsdienstleister wie Paypal nutzen. Niemals mit einer Banküberweisung in Vorleistung gehen.
  3. Browserdaten und Cookies regelmäßig löschen. Sparsam mit den eigenen Daten umgehen. Auf ungesicherten Webseiten oder in einem öffentlichen WLAN niemals persönliche Daten wie Kredikarteninformationen eingeben.
  4. Widerrufsrecht nutzen. Dafür haben Kund:innen 14 Tage nach Lieferung des Produktes Zeit. Gegebenenfalls anfallende Rücksendekosten müssen gezahlt werden. Widerruf erst schriftlich formulieren, dann das Produkt fristgerecht und nachverfolgbar zurücksenden.
  5. Vorsicht bei Fakeshops, diese Ware wird niemals angekommen oder von minderwertiger Qualität sein.
Comiczeichnung, weiß auf blauem Grund: Einkaufswagen

Fakeshops sicher erkennen

  • Preise sind niedriger als bei einem Marktvergleich.
  • Internetadresse hat eine auffällig Endung wie „.de.com“ oder ein bekannter Markenname hat eine abweichende Schreibung.
  • Das Impressum und die Allgemeinen Geschäftsbedingungen sind schlecht übersetzt oder fehlen ganz.
  • Frei erfundene Qualitätssiegel und ausschließlich gute Kundenbewertungen.
  • Online Tool „Fakeshop-Finder“ der Verbraucherzentrale nutzen
     
Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.

Förderhinweis HB Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz