Schimmel kommt meist schleichend – Regelmäßige Kontrolle lohnt sich
Das große Problem ist, dass der Schimmelbefall erst gut sichtbar wird, sobald sich schwarze Flecken bilden. Dann ist aus der Spore ein Pilz geworden. Die Sporen des Schimmelpilzes fühlen sich vor allem da wohl, wo es häufiger feucht ist. Das können beispielsweise die Ecken des Raumes, die Heizkörpernischen und die Fensterrahmen sein. Es bietet sich an, solche Stellen regelmäßig genauer zu betrachten, damit der Schimmel rechtzeitig entdeckt wird. Je später der Schimmel entdeckt wird, desto schwieriger lässt er sich beseitigen.
Temperatur und Luftfeuchtigkeit kontrollieren
Um Schimmelbefall vorzubeugen, lohnt es sich, die Lufttemperatur und die relative Luftfeuchtigkeit in ihren Räumen im Blick zu behalten. Dafür eignet sich ein sogenanntes Thermo-Hygrometer. „Solche Geräte gibt es schon für wenig Geld im Baumarkt. Die Anschaffung eines Thermo-Hygrometers ist eine der effektivsten Maßnahmen zur Vorbeugung des Schimmelbefalls.“, so Inse Ewen, Energieberaterin der Verbraucherzentrale. Um das Risiko des Schimmelbefalls so gering wie möglich zu halten ist es wichtig, die folgenden Grenzwerte einzuhalten. Die Temperatur in den Räumen sollte 16 °C nicht unterschreiten und die relative Luftfeuchtigkeit maximal bei 55–60 % liegen.
Frische Luft statt Schimmel: So heizen und lüften Sie richtig
Wenn die Grenzwerte überschritten werden, ist es wichtig die Feuchtigkeit auszulüften und die Raumtemperatur wieder zu erhöhen. Das richtige Heizen und Lüften ist vor allem in Räumen mit erhöhter Luftfeuchtigkeit wie Badezimmer, Küche und Schlafzimmer wichtig. Stetiges Kipplüften ist dabei ineffektiv und treibt über lange Sicht nur die Heizkosten in die Höhe. Stoßlüften ist die korrekte Alternative. Dazu werden die Thermostate auf das Minimum gestellt und für fünf bis zehn Minuten die Fenster vollständig geöffnet. Dadurch kann eine effektive Luftzirkulation erreicht werden und die Feuchtigkeit verlässt den Raum. Nach dem Schließen der Fenster wird die Heizung wieder aufgedreht und der Raum wieder auf die gewünschte Temperatur erwärmt. Diese Methode beugt nicht nur Schimmelbefall vor, sondern sorgt außerdem für ein gesundes Raumklima.
Schimmel entdeckt? Das können Betroffene jetzt tun
Wenn der Schimmelpilz sich in ihrer Wohnung ausgebreitet hat, besteht noch kein Grund zur Panik. Schimmelflächen unter einem halben Quadratmeter können ohne Probleme selbst entfernt werden. „Mit 70-prozentigem Alkohol lässt sich der Schimmel entfernen“, weiß Inse Ewen, Energieberaterin der Verbraucherzentrale. Es ist allerdings wichtig, dass die Ursache der Schimmelbildung erkannt wird, damit es nicht wiederholt zum Schimmelbefall kommt. Beim Entfernen sollte zusätzlich darauf geachtet werden, die richtige Schutzkleidung zu tragen. Bei größeren Flächen sollte auf jeden Fall eine Fachfirma beauftragt werden. Diese stellt sicher, dass der Schimmel fachgerecht entfernt wird.
Vortrag in Bremen: Praktische Tipps gegen Schimmel im Wohnraum
Die Verbraucherzentrale Bremen bietet am 28. Mai 2026 um 15 Uhr in Kooperation mit der VHS Ost und dem Klima Bau Netzwerk einen kostenfreien Vortrag zum Thema „Schimmel im Wohnraum – das können Sie tun“ an. Der Vortrag findet im Bürgerzentrum Neue Vahr statt. Eine Anmeldung zum Vortrag ist telefonisch unter 0421 3613566 möglich. Sie können außerdem eines der zahlreichen Beratungsangebote der Energieberatung der Verbraucherzentrale Bremen in Anspruch nehmen. Die Beratung findet online, telefonisch, per Video oder in einem persönlichen Gespräch statt. Eine Terminvereinbarung unter 0421 16077-7 (ggf. Kosten) ist erforderlich.
