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"Mittelfristig müssen wir uns verstärkt selbst finanzieren"

Pressemitteilung vom

Das Beratungsangebot erweitern, neue Kooperationen schließen und die Finanzierung der Verbraucherzentrale Bremen langfristig sichern: Als neuer Vorstand der Verbraucherzentrale Bremen hat sich Dr. Annabel Oelmann viel vorgenommen. Die 37-Jährige übernimmt zum 1. April 2016 die Nachfolge von Irmgard Czarnecki, die nach 22 Jahren in den Ruhestand gegangen ist.

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"Wir wollen die Verbraucher in Bremen und Bremerhaven unabhängig und erstklassig beraten – und damit ein Gegengewicht zu Anbietern schaffen, die gegenüber den Verbrauchern einen Informationsvorsprung haben", sagte Oelmann. "Von unserer Beratung sollen alle profitieren: Verbraucher, die finanziell nicht auf Rosen gebettet sind, junge Menschen, die erst noch lernen müssen, rationale Konsumentscheidungen zu treffen, aber auch die Mitte der Gesellschaft, die ein Haus finanzieren, Geld anlegen, Energie sparen und sich gesund ernähren will."

Die Schwerpunkte der Verbraucherzentrale Bremen sieht die gebürtige Lübeckerin, die zuvor den Bereich Verbraucherfinanzen bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf geleitet hat, in den Bereichen Finanzen, Energie und Ernährung. Eine Schlüsselrolle übernimmt das bundesweite Projekt Marktwächter.

"Unabhängig, aber nicht unparteiisch"

"Als Marktwächter für Immobilienfinanzierung wollen wir die Interessen aller Verbraucher vertreten, die ein Haus oder eine Wohnung kaufen oder sanieren wollen", sagte Oelmann, die ein großes Netzwerk zu Politikern aller Parteien auf kommunaler, landes-, bundes- und europapolitischer Ebene pflegt. "Wir werden uns Gesprächen mit Bausparkassen, Banken und Versicherungen nicht verschließen, aber stets die Interessen der Verbraucher wahren und vertreten – auch gegenüber Parteien und Verbänden. Wir sind unabhängig von politischen Einflüssen, aber nicht unparteiisch."

Damit Verbraucher ihre Rechte kennen, will sich Oelmann für eine bessere Verbraucherbildung einsetzen und mit Bildungseinrichtungen im Land kooperieren. "Je früher Kinder und Jugendliche lernen, rationale Konsumentscheidungen zu treffen, desto besser." Um mit dem Beratungsangebot der Verbraucherzentrale die Verbraucher in Bremen und Bremerhaven besser zu erreichen, will Oelmann neue Wege gehen: "Denkbar wären zum Beispiel eine mobile Stadtteilberatung oder eine Video-Schalte. Meine Mitarbeiter spielen in diesem Veränderungsprozess eine Schlüsselrolle."

Angesichts der finanziellen Ausstattung der Verbraucherzentrale Bremen stellt die gelernte Bankkauffrau und promovierte Sozialwissenschaftlerin aber klar: "Unsere Beratung kann es nicht zum Nulltarif geben." Um die Verbraucherberatung in der Hansestadt langfristig zu sichern, will der neue Vorstand sämtliche Ausgaben auf den Prüfstand stellen und die Einnahmen kontinuierlich steigern. "Mittelfristig müssen wir uns verstärkt selbst finanzieren", sagte Oelmann.

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.