Vorräte: anlegen, aber auch regelmäßig verbrauchen

Stand:

Die Regierung empfiehlt, Notfallvorräte anzulegen. Damit aber nicht noch mehr Lebensmittel im Müll landen, sollten Sie diese Vorräte regelmäßig verbrauchen und erneuern.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Mit ihrem neuen Zivilschutzkonzept empfiehlt die Bundesregierung, Nahrung für zehn Tage bereitzuhalten.
  • Vorräte sollten Sie aus Lebensmitteln anlegen, die Sie auch regelmäßig verzehren, damit sie nicht nach langer Lagerung im Müll landen.
  • Auch haltbare Dinge wie Konserven, Haferflocken, Knäckebrot oder Zwieback sowie Marmelade und Honig sollten Sie regelmäßig verbrauchen und erneuern.
Off

Konserven oder Kekse? Was sich für die Vorratshaltung eignet, hängt nicht allein von der langen Haltbarkeit ab. Das Wichtigste beim Kauf von Vorräten: Es sollten nur Lebensmittel sein, die im Haushalt regelmäßig auf den Tisch kommen.

Die Bundesregierung empfiehlt mit dem neuen Zivilschutzkonzept, Vorräte für zehn Tage anzulegen. "Lebensmittel, die jahrelang in der Speisekammer lagern und irgendwann im Müll landen, dürfen nicht das Ergebnis eines solchen Aufrufs sein", so Gudrun Köster, Ernährungsexpertin bei der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein.

Eichhörnchen-Idee aus den 60er Jahren

Das Konzept der Vorratshaltung für Krisenzeiten ist nicht neu: im Jahr 1961 gab es ähnliche Empfehlungen. Die "Aktion Eichhörnchen" wurde trotz aufwändiger Werbung ein Flop. Bei einer Überprüfung zeigte sich, dass offenbar nur zwei bis drei Prozent aller Haushalte den Empfehlungen zur Vorratshaltung gefolgt waren.

Viele Verbraucher können größere Vorräte gar nicht anlegen. Nicht jeder hat einen großen Keller oder eine Speisekammer zur Verfügung. Und Vorräte einzukaufen, kostet auch erst einmal Geld.

Nur kaufen, was man auch isst

Wenn Sie einige Dinge lagern möchten, achten Sie dabei auf folgende Punkte:

  • Ein Kasten Wasser kann nicht schaden.
  • Konserven, Haferflocken, Knäckebrot oder Zwieback sowie Marmelade und Honig können Sie längere Zeit lagern - und notfalls auch essen, wenn Strom und Wasser fehlen.
  • Längere Zeit eingelagerte Lebensmittel wie z.B. Reis und Hülsenfrüchte können auch nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums durchaus noch gegessen werden.

Das Wichtigste ist, dass alle Lebensmittel aus dem Vorrat auch im Alltag zum Speiseplan gehören, immer wieder verbraucht und erneuert werden. Wir haben auch Tipps zur richtigen Lagerung

Gute Tipps zur Lagerhaltung mit Einkaufsliste und Vorratsrechner finden Sie beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft.

 

Mehr zum Thema

Lebensmittel: Zwischen Wertschätzung und Verschwendung