Hefe leer und ausverkauft? Dann jetzt starten!

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Teigkneten in einer Schlüssel
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Wer noch Hefe hat – oder mit ausreichendem Abstand eine kleine Menge Hefe bei Nachbarn bekommt – hat Glück.


Ein Vorteig hilft, eine erbsengroße Menge Hefe zu vermehren und so für die nächsten Wochen gewappnet zu sein. Bei trockener Hefe reicht ein halber Teelöffel. Und so geht es: die Hefe in 150 ml warmem Wasser auflösen und 250 g Mehl (kein Roggenmehl – besser Weizen oder Dinkel) verkneten. Nach einer Stunde bei Raumtemperatur hat sich der Teig verdoppelt, danach für zwei Tage in den Kühlschrank. Wichtig ist: die Schüssel ausreichend groß wählen und einen Teller drauflegen. So fällt nichts aus Versehen in die Schüssel und die Gase können entweichen! 


Der Teig ist so für ca. 14 Tage einsatzbereit. Um weitere „Vorteige“ zu gewinnen, die Hälfte abnehmen und mit ca. 75 ml Wasser und 125 g Mehl verkneten. Nach der Stunde bei Raumtemperatur kann dieser dann wieder in den Kühlschrank. 


Zum Backen verwendet man die andere Hälfte des Vorteiges. Nun muss ein wenig gerechnet werden: vom normalen Rezept nimmt man 30 % des Mehls und 50 % der Flüssigkeit, verknetet es mit dem Hefevorteig und lässt den Brei einen halben Tag stehen. Dann kommen die restlichen 70% des Mehls und 50 % der Flüssigkeit hinzu und ihn wie gewohnt an einem warmen Ort gehen lassen. Die Gehzeit verlängert sich etwas – fertig ist er, wenn der Teig sich verdoppelt hat. 

Brot und Brötchen lassen sich auch gut mit Sauerteig backen – das geht ganz ohne Hefe, braucht aber etwas Zeit. 

Bei dem in den Sozialen Medien kursierenden Tipp mit ungeschwefelten Trockenfrüchte selbst Hefe herzustellen ist unklar, ob sich dann auch die gewünschten Hefekulturen vermehren bzw. ob sich nicht auch unerwünschte Keime vermehren