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Weltverbrauchertag 15.03.2006: Verbraucherwissen auf dem Prüfstand

Im Zentrum des diesjährigen Weltverbrauchertages steht die Verbraucherbildung – ein Themenfeld, mit dem sich der Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. intensiv beschäftigt. Verbraucherbildung wird dabei – allgemein gesprochen – als die Erziehung zum verantwortlich handelnden Menschen verstanden und umfaßt Werteerziehung ebenso wie Bildung zur Nachhaltigkeit des Konsums, aber auch sehr konkrete Wissensgebiete wie zum Beispiel das Wissen um gesunde Ernährung, um Verbraucherrechte oder um Finanzfragen. Sie vermittelt Fähigkeiten, um kompetent auf die Anforderungen einer immer komplexeren Konsumwelt reagieren zu können. Eine der wichtigsten aktuellen Forderungen des Verbraucherschutzes ist, daß junge Leute über ein bestimmtes Basiswissen in Konsumfragen verfügen müssen. Sie dürfen nicht als Konsumanalphabeten aus den Schulen entlassen werden. Grundkompetenzen der Alltagsbewältigung müssen dazu jedoch durchgängig in allen Schulformen und -stufen vermittelt und entsprechende Bildungsstandards entwickelt werden. Trotz der wiederholten Forderungen ist dies aber noch weit von der Realisierung entfernt. Wie es unter diesen Bedingungen um das Konsumwissen unter Jugendlichen ab sechzehn Jahren und Schulabgängern tatsächlich bestellt ist, möchte der Dachverband der Verbraucherzentralen, der Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. auf dem diesjährigen Weltverbrauchertag veranschaulichen. Mit einer Umfrage rund um Themen des Konsumalltags wird verdeutlicht, was Verbraucherwissen eigentlich ist und wo Defizite bestehen können. Dazu werden Fragebögen an Schülerinnen und Schüler ab der Klasse zehn verteilt, also an eine Altersgruppe, die in die Ausbildung oder den Beruf eintritt.

Das Wissen, das mit dem Fragebogen abgeklopft wird, kann als grundlegendes Basiswissen bezeichnet werden. Insgesamt siebzehn Fragen zu den Themen Verbraucherrechte, Geld und Versicherungen, Essen und Trinken sowie Nachhaltigkeit des Konsums werden Aufschluß über den Wissensstand in Sachen Verbraucherbildung unter Schulabgängern geben. Die Auswertung einer Umfrage unter Schüler/innen ab etwa 16 Jahren soll mehr Klarheit bringen. Mit einem interaktiven Selbsttest können sich alle Interessierten diesen Fragen auch Online stellen. Der Fragebogen ist auch für erwachsene Verbraucher eine Herausforderung. Es erfordert schon einiges Wissen, um alle siebzehn Fragen richtig beantworten zu können. Der interaktive Fragebogen kann hier gestartet werden:
www.verbraucherbildung.de/projekt01/.

Mo, 13. Mär 2006

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