Missbrauch von Kontodaten – auch Verbraucher aus Bremen betroffen
Verbraucherzentrale empfiehlt ständige Kontrolle der Bankauszüge
Der Datenmissbrauch scheint in Deutschland zur alltäglichen Praxis vieler Unternehmen zu gehören. Nachdem letzte Woche bekannt wurde, dass Daten von 17.000 Verbrauchern illegal beschafft und genutzt worden sind, sind am Wochenende der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein und dem Verbraucherzentrale Bundesverband weitere sieben Millionen Datensätze zur Verfügung gestellt worden. In den meisten Fällen waren auch die Kontodaten vorhanden.
Zahlreiche Verbraucher beschwerten sich bereits in den vergangenen Wochen bei der Verbraucherzentrale Bremen darüber, dass sie von dem Glücksspielanbieter Lotto Team aus Köln angerufen wurden. Diese wollten ihnen einen Glücksspielvertrag anbieten. Wenige Tage später erhielten sie – auch wenn sie das Angebot deutlich abgelehnt hatten – eine schriftliche Auftragsbestätigung. Zudem erfolgte eine Kontoabbuchung.
Für die Geschäftsführerin der Verbraucherzentrale Bremen Irmgard Czarnecki wird deutlich, dass die Verbraucher über zu wenig Rechte verfügen: „Nicht nur, dass die Daten von Verbrauchern illegal weiter verkauft werden, sie werden auch wie wir jetzt wieder gesehen haben zu illeaglen Zwecken verwendet. Der Gesetzgeber muss endlich verbindliche Regelungen schaffen, um den Datennmissbrauch zu unterbinden.“
Was Sie tun können, um sich zu schützen
Die Verbraucherzentrale rät zu einer regelmäßigen gründlichen Prüfung aller Buchungen auf dem Girokonto. Entdeckt man Fehlbuchungen, muss man sich umgehend an seine Bank wenden und das Konto berichtigen lassen. Das ist normalerweise innerhalb von sechs Wochen möglich. Wurden Abbuchungen ohne Einzugsermächtigung veranlasst, sollte man Betrugsanzeige bei der Polizei erstatten.
Jeder kann selbst dazu beitragen, das Risiko des Missbrauchs seiner Daten zu senken: Indem man nur die Informationen angibt, die zur Abwicklung eines Vertrages unbedingt notwendig sind – im Internet ausschließlich über verschlüsselte Verbindungen. Und Finger weg von Preisausschreiben und Gewinnspielen. Das sind in erster Linie Aktivitäten zum Sammeln von Daten.
Weitere Informationen
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Nehmen Sie an der ->Befragung der Verbraucherzentralen teil, wenn Ihnen schon etwas Ähnliches passiert ist:
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Musterbrief ->„Auskunftsersuchen und Widerruf der Einwilligung in die Datenweitergabe“ (oder als MS Word Dokument)
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Musterbrief ->„Widerspruch gegen Abbuchung ohne Einzugsermächtigung“ (oder als MS Word Dokument)
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Tipps zum Datenschutz (PDF, 19 KB)
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->Presseerklärung der Verbraucherzentrale Bundesverband e.V.
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Positionspapier der Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. (PDF, 35 KB)
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Ein Hintergrundpapier zum Datenmissbrauch (PDF, 28 KB)
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Die Charta „Verbrauchersouveränität in der digitalen Welt“ (PDF, 59 KB)
Di, 19. Aug 2008



