Zusatzversicherungen: Empfehlenswerte und überflüssige Policen
Wer eine neue Zahnkrone oder eine Brücke braucht, zahlt dafür leicht einige hundert Euro drauf. Eine Zusatzversicherung schmälert die hohen Kosten für den Patienten. Die Versicherer bieten aber auch überflüssige Zusatzpolicen für Kassenpatienten an. Finanztest erklärt, welcher Extraschutz wirklich sinnvoll ist.
Die Zeitschrift Finanztest hat in ihrer Ausgabe April 2008 fünfzehn verschiedene Zusatzversicherungen für die Gesundheit einem Bedarfs-Check unterzogen. Zusatzpolicen bieten private Versicherer und gesetzliche Krankenversicherungen Kassenpatienten mit großem Erfolg an. Nicht jeder Schutz ist notwendig. Jeder Versicherungsart hat Finanztest ein Relevanzkriterium auf einer vierstelligen Skala zugeordnet. Kein Zusatzvertrag ist „unbedingt notwendig “. „Sehr zu empfehlen “ sind die Auslandsreise-Krankenversicherung der privaten Gesellschaften, der „Wahltarif Ausland“ – er ist das Pendant der Krankenkassen – sowie die Krankentagegeldversicherung. Die fast gleichlautende Krankenhaustagegeldversicherung, die Brillenversicherung, die Versicherung für Privatabrechnung beim Arzt (Kostenerstattungsverfahren) und die Kurtagegeldversicherung sind dagegen „unnötig“. Acht Vertragsarten sind „sinnvoll“.
Zusatzversicherungen werden oft im Paket angeboten: Zum Beispiel für Zahnersatz, Brillen und Auslandsreisen. Finanztest empfiehlt, ausschließlich diejenigen Versicherungen abzuschließen, die wirklich benötigt werden.
Die Angebote privater Versicherer, die den gesetzlich Versicherten von Ihrer Kasse angeboten werden, sind oftmals nicht die beste Wahl. Finanztest empfiehlt lieber direkt bei den Spitzenreitern aus den Tests abzuschließen.
Alle Informationen finden Sie im neuen Finanztestheft (4/08) oder auf der ->Homepage der Stiftung Warentest.
Mi, 16. Apr 2008



