Bausparen bietet Chancen für Besserverdienende
Das gilt insbesondere dann, wenn der Sparer mit einem sehr hohen Einkommensteuersatz belastet ist und der Freibetrag für Kapitalerträge schon anderweitig ausgeschöpft ist.
Vielfach wird das Bausparen eher als ein besonders geeignetes Produkt für kleinere und mittlere Einkommensbezieher betrachtet. In diesem Sinne wird es staatlicherseits auch mit Prämien und Zulagen gefördert. Tatsächlich sind Bausparkredite allerdings gerade für Eigenheimfinanzierer, die auf eine möglichst niedrige monatliche Ratenbelastung achten müssen, wenig geeignet. Denn Bausparkredite müssen in vergleichsweise kurzer Zeit zurückbezahlt werden, so dass die Kreditraten – trotz niedriger Zinsen – zumeist deutlich höher ausfallen als bei einem Hypothekendarlehen, bei dem die Rückzahlung über längere Zeiträume gedehnt werden kann. Hinzu kommt, dass manche Bauspartarife den Verzicht auf einen Kredit mit einer höheren Verzinsung belohnen und sich deshalb die Inanspruchnahme des Bauspardarlehens – im Vergleich mit der Bankfinanzierung – tendenziell gar nicht lohnt. Das gilt insbesondere dann, wenn der Bausparer schon über etwas Eigenkapital verfügt und dies als Sonderzahlung mit in den Bausparvertrag einbringt.
Bei dem derzeit renditestärksten Bauspartarif erhält der Sparer neben dem Guthabenzins von zwei Prozent einen Bonus von 2,75 Prozent, wenn er nach mindestens sieben Jahren auf das ihm zustehende Bauspardarlehen verzichtet. Ein Bausparer, der beispielsweise eine Bausparsumme von 60.000 Euro wählt, eine anfängliche Sonderzahlung von 15.000 Euro leistet und anschließend eine monatliche Sparrate von 150 Euro zahlt, kann damit über sieben Jahre und drei Monate hinweg ein Guthaben von rund 35.600 Euro erzielen.
Fr, 14. Jan 2005



