(Un-)Lesbare Etiketten: Kleingedrucktes besonders für Ältere kaum zu entziffern
Aktion der Verbraucherzentralen und der Senioren-Organisation BAGSO
Wer gesund und fit bleiben möchte, muss wissen, was in Lebensmitteln enthalten ist. Doch gerade Senioren (aber nicht nur!) können immer häufiger das Kleindruckte auf den Lebensmittelverpackungen nicht mehr entziffern. Viel zu kleine Schriften und/oder fehlender Kontraste zwischen Aufdruck und Hintergrund lassen das Ganze zu einem Buchstabensalat werden und sind nur noch mit Hilfe einer Lupe zu erkennen – und das nicht für Siebzig- oder Achtzigjährige.
Die Verbraucherzentrale Bremen kritisiert das Vorgehen der Hersteller, wichtigen Informationen wie Zutatenlisten oder Mindesthaltbarkeitsdaten nur noch eine Art Aschenputtel-Dasein zuzugestehen – mit den gesetzlichen Bestimmungen oder mit Verbraucherschutz hat das nichts zu tun. Sie hat Beispiele gesammelt, bei denen die Zutatenlisten ein Rätsel sind und damit ignorieren die Hersteller die Vorschrift, dass die Zutatenlisten „deutlich lesbar“ sein müssen.
Deshalb starten die Verbraucherzentralen und die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren (BAGSO) die Aktion „Lesbare Etiketten“. Auf der Homepage ->www.fitimalter.de können Verbraucher sich beschweren, wenn sie Verpackungen mit schlecht oder gar nicht lesbaren Zutatenlisten finden. Aber auch besonders gut lesbare Verpackungsbeispiele werden – zentral von der Verbraucherzentrale Hamburg – gesammelt. Die Mitmachaktion endet am 30. September 2010.
Mi, 12. Mai 2010



