Verbraucherzentrale Bremen
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Themen :: Ernährung :: Saisonkalender

Ran an regionales Obst und Gemüse!

Saisonkalender der Verbraucherzentrale Bremen unterstützt den regionalen Einkauf

Südafrikanische Weintrauben zu Pfingsten, marokkanische Tomaten zu Weihnachten, Erbsen aus Afrika – so sieht mancher Einkauf aus. Gleichzeitig bieten viele Supermärkte auch jetzt, wo frische Blattsalate, Spargel und bald immer mehr Obst und Gemüse Saison haben, häufig Importware an. Weite Lebensmitteltransporte, insbesondere per Flugzeug, belasten jedoch das Klima. Das gleiche gilt, wenn regionale Produkte außerhalb der Saison in beheizten Gewächshäusern angebaut werden. Mit dem Saisonkalender „Heimisches Obst und Gemüse“ (PDF, 2 MB) unterstützt die Verbraucherzentrale Bremen alle, die mit dem Einkauf von regionalen, frischen Saisonprodukten das Klima schonen und ihren Gaumen verwöhnen wollen. Er kann kostenlos heruntergeladen oder in der Verbraucherzentrale Bremen, Altenweg 4, abgeholt werden.

Die praktische Einkaufshilfe zeigt auf einen Blick, wann Erdbeeren, Kopfsalat & Co. hierzulande im Freien reifen. Der Vorteil gegenüber vielen anderen Saisonkalendern: Anhand von vier Symbolen wie zum Beispiel einer Sonne oder einem Gewächshaus lässt sich auf einen Blick erkennen, in welchen Monaten das Obst und Gemüse draußen wächst oder eher aus dem Gewächshaus, dem unbeheizten Folientunnel oder dem gekühlten Lager kommt. Denn auch Regionales kann durch den Anbau im Gewächshaus zur Klimabelastung werden, das Beheizen kostet viel Energie und führt zu einem hohen CO2-Ausstoß.

Ob Tomaten aus dem Freiland oder dem Gewächshaus sind oder ob die Trauben per Luftfracht transportiert wurden, muss im Handel nicht gekennzeichnet werden. Da das Herkunftsland aber bei fast allen Obst- und Gemüsearten angegeben werden muss, lässt sich Weitgereistes vermeiden. Und wer im Winter nicht nur auf eingelagerte Karotten, Äpfel, Porree oder die verschiedenen Kohlarten zurückgreifen möchte, kann zum Beispiel bei der Auswahl von Orangen auf die zurückgreifen, die den kürzesten Weg in die deutschen Supermärkte zurückgelegt haben.

Die Wahl heimischer Saisonware bringt gleichzeitig Vorteile für die Gesundheit, die Umwelt und den Gaumen, so die Verbraucherzentrale Bremen. Denn zusätzlich zur Frische und zu mehr Geschmack enthält heimisches Saisonobst und -gemüse meist weniger Rückstände von Pflanzenschutzmitteln als importierte Ware. Gleichzeitig sparen die kurzen Transportwege von regionaler Saisonware Energie und Treibhausgase ein und schonen so das Klima. Freilandgemüse punktet zusätzlich: Es verursacht beim Anbau bis zu 30-mal weniger klimaschädliche Gase als Produkte aus beheizten Gewächshäusern.

Wer den Saisonkalender gerne zugeschickt bekommen möchte, kann einen adressierten und mit 0,55 € frankierten Rückumschlag an die Verbraucherzentrale Bremen (Altenweg 4, 28195 Bremen) senden – der Saisonkalender wird dann ganz schnell auf die kurze(!) Reise geschickt.

Fragen zu diesem Thema beantwortet die Verbraucherzentrale dienstags von 10 – 13 Uhr und donnerstags von 14 bis 16 Uhr unter der Durchwahl 0421/1607754.

Do, 13. Mai 2010

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