„Gummi-Adler“ gibt es hier nicht
Geflügel aus artgerechter Haltung – aktuelle Adressenliste bei der Verbraucherzentrale
Zur keiner Jahreszeit wird so viel Großgeflügel verzehrt, wie in der bevorstehenden Weihnachtszeit. Wer auf Qualität setzen möchte, dem empfiehlt die Verbraucherzentrale Bremen Hähnchen, Enten oder Gänse aus extensiver Haltung. Denn das Fleisch dieser Tiere ist fester, etwas dunkler und vor allem aromatischer als das ihrer tierischen Genossen aus der Intensiv-Mast. Doch Achtung – bei der Kennzeichnung ist genau hinzuschauen, denn Bewerbungen wie „artgerecht“ oder „bäuerlich“ sind gesetzlich nicht geschützt, d.h., sie können missbräuchlich verwendet werden. Lediglich vier Angaben für konventionell erzeugtes Geflügel sagen tatsächlich etwas über die Haltung aus:
- „extensive Bodenhaltung“
- „Freilandhaltung“
- „Bäuerliche Freilandhaltung“
- „Bäuerliche Freilandhaltung – unbegrenzter Auslauf“
Von oben nach unten gelesen werden die Bewegungsmöglichkeiten der Tiere immer besser, die „bäuerliche Auslaufhaltung“ kommt hier einer artgerechten Tierhaltung mit einer langsamen Aufzucht am nächsten. Für Bio-Geflügel gelten besonders hohe Anforderungen, zur Vorschrift der artgerechten Haltung mit Auslauf kommen u.a. ökologisch erzeugtes Futter und das Verbot vorbeugender Medikamentengaben hinzu.
In der Beratung wird immer deutlicher, dass vielen Verbrauchern für Lebensmittel immer weniger Geld zur Verfügung steht. Dennoch empfiehlt die Verbraucherzentrale Bremen, zu Weihnachten weder eine Tiefkühl-Billiggans noch eine Ente aus dem Super-Sonderangebot zu kaufen. Stattdessen lieber ein Hähnchen aus bäuerlicher Freiland- oder Ökohaltung – das schmeckt toll und ist gut für den Tier-, Umwelt- und den Verbraucherschutz.
Wo es in Bremen und umzu Geflügel aus artgerechter Haltung zu kaufen gibt, lässt sich in einer kostenlosen Zusammenstellung der Adressen (PDF, 47 KB) nachlesen. Viele weitere Informationen zu einer artgerechten Geflügelhaltung finden interessierte Verbraucher auch unter http://www.huhnundpute.de/.
Mi, 07. Jan 2009



