Heizkostenabrechnung
Nebenkostenvorauszahlung/Nachzahlung
Die Wohnung ist schön, die Miete erschwinglich und die vereinbarte Nebenkostenvorauszahlung von 50,- Euro sprengt nicht den finanziellen Rahmen. Zufrieden wird der Mietvertrag unterschrieben. Dann, nach einem Jahr die böse Überraschung. Die Heizkostenabrechnung trifft den Mieter wie ein Schlag. Über 1000,- Euro Nachzahlung für Heizkosten. Wie kann das sein? Dabei wurde sogar beim Heizen gespart.
Überprüfung der Heizkostenabrechnung
Die Überprüfung der Heizkostenabrechnung durch die Energieberatung der Verbraucherzentrale des Landes Bremen ergab Aufklärung. Da war zum einen der drastisch gestiegene Ölpreis, zum anderen der schon fast unglaubliche Ölverbrauch von knapp 35 Liter pro Quadratmeter. Zum Vergleich: der Durchschnittswert bei Häusern dieser Größenordnung liegt in Bremen bei ca. 19 Litern pro Quadratmeter. In unserem Fall ergeben sich fast 14 Euro pro Quadratmeter allein für die Heizkosten. Dies kann dem Mieter eigentlich nicht mehr zugemutet werden.
Hoher Verbrauch
Der hohe Verbrauch lässt darauf schließen, dass entweder die Heizungsanlage veraltet oder die Wärmedämmung des Hauses sehr schlecht ist. Was aber noch schwerer wiegt, ist die viel zu niedrig kalkulierte Vorauszahlung der Heizkosten. Obwohl schon der Vormieter Heizkosten in Höhe von 1000 Euro pro Jahr zu zahlen hatte, wurden für den jetzigen Mieter nur 600 Euro an Vorauszahlung veranschlagt. Das lässt die Wohnung natürlich günstiger erscheinen und damit leichter vermieten.
Frühere Nebenkostenabrechnungen zeigen lassen
Die Energieberatung rät dringend dazu, sich vor Abschluss eines Mietvertrages die Heiz- und Nebenkostenabrechnungen der Vorjahre vorlegen zu lassen. So kann manche böse Überraschung, wie in dem Beispiel, vermieden werden.

Fr, 14. Jan 2005



