Gas in Hamburg billiger als in Bremen!
Ab 1. Januar 2005 ist das Gas in Bremen teurer als in Hamburg, Oldenburg, Kiel und Lübeck, nachzulesen in einer Anzeige der swb im Weser-Kurier vom 22.12.04. Aber nicht nur, dass die swb in Norddeutschland – Ausnahme Hannover – der teuerste Anbieter ist; der Preis liegt jetzt auch über dem bundesweiten Durchschnitt. Und das wird auch so bleiben, weil die Mehrheit der anderen Gasversorger ihre Preise bereits im Oktober angehoben hat. Die swb hat nach massiven Protesten der BremerInnen eine Preiserhöhung in zwei Stufen vorgenommen.
Erster Erfolg für VerbraucherInnen – BremerInnen sparen 18 Mio. Euro
Die jetzt angekündigte Preiserhöhung um 0,2 Cent pro Kilowattstunde liegt nach Angabe der swb unter den Kosten, die bei 0,4 Cent pro Kilowattstunde liegen sollen. Damit nimmt die swb 18 Mio. Euro im Jahr weniger ein, die in den Portemonnaies der GaskundInnen bleiben. Das ist ein erster Erfolg! Bisher hat die swb immer wieder betont, dass sie keine andere Möglichkeit hat, als die Erhöhung der Kosten weiterzugeben. Nun scheint doch noch Luft in der Kalkulation zu sein!
Kartellbehörde prüft nicht die Preiskalkulation. Verbraucherzentrale Bremen fordert die Offenlegung
Die Kartellbehörde hat beschlossen u.a. gegen die swb kein Verfahren einzuleiten, weil sie berücksichtigt hat, dass die swb im bundesweitem Vergleich nicht zu den teuersten Anbietern gehört. Damit reagiert die Kartellbehörde auf die Feststellung der Verbraucherschützer, dass Preisunterschiede in Deutschland bis zu 30 Prozent nicht zu rechtfertigen sind. Deshalb leitet sie Verfahren gegen die teuersten Anbieter – in Süd- und Ostdeutschland – ein. Die Kartellbehörde prüft dabei nur die Preise im Verhältnis der Anbieter zueinander. Deshalb sagt das nichts über das Verhältnis von Kosten und Gewinn bei der swb aus. Die Verbraucherzentrale Bremen bleibt bei der Forderung nach einer Offenlegung der Preiskalkulation, wozu jedoch nur ein Zivilgericht die swb zwingen kann.
Fr, 14. Jan 2005



