Erneuerbare für Ihr Zuhause
Unabhängige Beratung schützt vor Fehlinvestitionen
Ob die staatliche Förderung erneuerbarer Energien auch künftig im bisherigen Umfang bestehen bleibt, ist unsicher. Da kann es vernünftig erscheinen, schon länger geplante Vorhaben möglichst rasch umzusetzen.
Doch Vorsicht: Nur eine technisch optimal geplante und fachmännisch installierte Anlage arbeitet effektiv und lohnt sich wirtschaftlich.
Denn auch regenerative Anlagen können sich bei schlechter Planung als teure Fehlinvestition erweisen: Die neue Photovoltaikanlage im Schatten des Nachbarhauses oder die Wärmepumpe im ungedämmten Altbau – der Energieberater Manfred Heuer von der Verbraucherzentrale Bremen kennt diese Fälle aus seinem Beratungsalltag nur zu gut. „Dabei können sich Anlagen auf Basis erneuerbarer Energien für private Verbraucher durchaus lohnen“, betont der Energieexperte. Entscheidend sei aber, dass in der Planungsphase Eignung und Wirtschaftlichkeit des Vorhabens unabhängig von Anbieterinteressen beurteilt würden.
Wärmepumpen beispielsweise seien für Neubauten mit guter Dämmung und Flächenheizung eine ökologisch und wirtschaftlich interessante Alternative zu herkömmlichen Heizungsanlagen. Ob sich die höheren Investitionskosten tatsächlich rechnen, muss aber im Einzelfall sorgfältig geprüft werden.
Ähnliches gilt für solarthermische Anlagen zur Heizungsunterstützung: ein bewährter Klassiker, der in einem gut gedämmten Einfamilienhaus bis zu dreißig Prozent der Heizungskosten sparen kann. Für eine fundierte Entscheidung müssen aber auch hier die Gegebenheiten vor Ort, z.B. mögliche Verschattungen oder Standorte für den Speicher, berücksichtigt werden.
Di, 02. Aug 2011



