Glühbirne ade, o.k.! Aber wohin mit der Alt-Energiesparlampe?
Energiesparlampen sparen Energie und sind bezogen auf die Lebensdauer preiswerter als Glühbirnen, dafür enthalten sie Quecksilber und müssen als Sondermüll entsorgt werden.
Die Glühlampe hat bald ausgedient, sie produziert hauptsächlich Wärme und verbraucht bei gleicher Helligkeit fünfmal soviel Strom wie Energiesparlampen. Herkömmliche Glühlampen werden auf Beschluss der EU deshalb aus dem Handel gezogen, im ersten Schritt dürfen ab 1. September 2009 alle matten Glühlampen sowie jegliche Glühlampen mit einer Leistung über 100 Watt nicht mehr neu in den Verkehr gebracht werden. Danach folgt in jedem Jahr zum selben Datum die nächst leistungsschwächere Glühbirne.
Der Glühlampenausstieg hilft Geld zu sparen. Zwischen 1.500 und 15.000 Stunden leuchtet eine Energiesparlampe, eine Glühlampe nur maximal 1.000 Stunden. Trotz des zunächst höheren Anschaffungs-preises rechnet sich so der Kauf einer hochwertigen Energiesparlampe (vgl. anliegende Beispielberechnung).
Die Energiesparlampen helfen nicht nur beim Geld- und Stromsparen, sondern helfen auch dem Klima: Würden die deutschen Haushalte nur 60 Prozent der Lampen gegen Energiesparlampen austauschen, reduzierte sich der jährliche CO2-Ausstoß um 4,5 Millionen Tonnen.
Um die gute Bilanz nicht zu beeinträchtigen, ist es wichtig, dass Energiesparlampen sachgerecht entsorgt werden, denn in ihrem Inneren steckt Quecksilber – immerhin 2,5 Milligramm pro Lampe. Deshalb gelten sie als Sondermüll und dürfen nur bei entsprechenden Sammelstellen wie den Bremer Recyclinghöfen abgegeben werden. Die Verbraucherzentrale kritisiert, dass es bisher keine Rücknahme-verpflichtung des Handels für die Alt-Energiesparlampen analog der Altbatterienrücknahme gibt.
Der Quecksilberanteil der Energiesparlampe rechtfertigt aber kein Festhalten an der Glühbirne. Auch bei der Stromerzeugung aus Kohle wird Quecksilber freigesetzt. Durch den Einsatz von Energiespar-lampen kann die Stromproduktion gesenkt werden, womit die Quecksilberbilanz von Energiesparlampen in Summe günstiger ist als die von Glühlampen.
Worauf Sie beim Umstieg auf Energiesparlampen achten sollten:
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Achten Sie auf Qualität – Gutes kostet etwas mehr, hält länger und ist so auf Dauer billiger. Informieren Sie sich in unabhängigen Testberichten – z.B. Stiftung Warentest oder unter ->http://www.ecotopten.de.
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Die Lichtfarbe steht auf der Verpackung. An das beliebte Farbspektrum der Glühbirne kommt am ehesten die Lichtfarbe „warmweiß“ oder „extra-warmweiß“ heran; sie sorgt im Wohnzimmer für gemütliche Stimmung. Am Arbeitsplatz ist eher „tageslichtweiß“ oder „neutralweiß“ angesagt.
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Es gibt genügend Alternativen zur Glühlampe, die – ausgestattet mit Schraubsockel E27 oder E14 – in nahezu jede Leuchte passen, im Fachhandel kann man sich beraten lassen.
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Wo Kinder toben, schützen Lampen mit Splitterschutz beim Bruch vor dem Schwermetall.
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Alte Energiesparlampen gehören nicht in den Hausmüll. Alle Recyclinghöfe in Bremen nehmen alte Energiesparlampen an. Einige Läden nehmen alte Leuchtmittel zurück, fragen Sie dort nach.
Ausführliche Informationen sind auf den ->Seiten des Umwelt-bundesamtes zu finden. Dort erfährt man über die Eingabe der Postleitzahl die nächsten Rücknahmestellen für Energiesparlampen.
Verbraucherzentral Bremen, Altenweg 4, 28195 Bremen
Die Verbraucherzentrale berät zum Thema Energiesparen. Fragen rund um Energiesparlampen können dort geklärt werden. Beratungen sind auf Türkisch möglich, weisen Sie bei der Terminvereinbarung darauf hin.
Die Energieberatung wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert, der Eigenanteil beträgt 5,-- Euro.
Downloads:
- Beispielrechnung: Energiesparlampe vs. Glühbirne (PDF, 11 KB)
- Gütemerkmal Lichtfarbe und Farbwiedergabe (PDF, 5.6 KB)
Sa, 29. Aug 2009



