Quitscheenten, Kuscheltiere & Co: ungetrübte Spielfreude?
Die Stiftung Warentest hat rund 50 Spielzeuge in der Preiskategorie von einem bis 19,50 Euro auf Sicherheit und Schadstoffe hin geprüft. Das Ergebnis ist erfreulich, denn fast alle getesteten Spielzeuge bergen keine unmittelbaren Gefahren. Lediglich eine Nachziehente könnte durch eine abfallende, verschluckbare Kugel gefährlich werden. Weitere sieben fielen durch deutlichen Schadstoffgehalt auf. Getestet wurden typische Spielzeuge für Kleinkinder, wie Kuschelpuppen, Holzfiguren oder Bade(spaß)tiere. Um engagiertes Kinderspiel zu simulieren, wurden die diversen Teletubbies, Disney-Plüschtiere, Schnup-permäusle und Diddl-Mäuse im Prüflabor dann ziemlich malträtiert. Größere Malaisen tra-ten dabei nicht auf. Fast alle Spielzeuge überstanden diese Tortur unbeschadet, ohne aufzureissen, scharfe Kanten zu bilden oder Auflösungserscheinungen zu zeigen. Bei der Schadstoffanalyse wurde auf Formaldehyd, Holzschutzmittel, giftige Schwermetalle, aroma-tische Amine aus Azofarbstoffen, Kohlenwasserstoffe, Flammschutzmittel und Weichmacher hin untersucht. Dabei zeigten sich bei sieben Spielzeugen deutliche Mengen Schadstoffe wie beispielsweise Formaldehyd, ein Stoff der als Binde- und Konservierungsmittel eingesetzt wird und unter Verdacht steht Krebs zu erzeugen. Allerdings waren die gefundenen Schadstoffkonzentrationen in keinem Fall so hoch, dass eine unmittelbare Gefahr von den Spielzeugen ausging. Dennoch sollte bei Spielzeug für Kleinkinder das Vorsorgeprinzip in besonderer Weise gelten. Nicht nur, da viele Langzeitwirkungen noch nicht abschließend erforscht sind, sondern auch, weil auch aus anderen Quellen, wie etwa der Nahrung Schadstoffe aufgenommen werden.
Fr, 14. Jan 2005



