Kaltschaummatratzen: Acht von elf sind insgesamt „gut“
Das war nicht immer so. Schaumstoffmatratzen hatten einen billigen Ruf: Schnell durchgelegen und schadstoffbelastet. Heutzutage werden die Matratzen FCKW-frei hergestellt. Sie sind auch nicht (mehr) rasch durchgelegen. Die 60.000 Walzgänge mit einer 140 Kilo-Walze überstanden die Matratzen „sehr gut“ bis „befriedend“.
Sehr erfreulich ist, dass Ausdünstungen – im Gegensatz zu vergangenen Tests (sogar bei Kinderbettmatratzen sind krebserregende Stoffe gefunden worden!) – keine Rolle mehr gespielt haben. Die Stiftung Warentest hat keine Schadstoffe gefunden. Auf dem richtigen Weg sind die Matratzenhersteller auch, was die Deklaration ihrer Matratzen angeht: Bilder mit Matratzenquerschnitten und detaillierte Angaben zum Material sind viel häufiger zu finden als früher; mitunter gibt es sogar ausführliche Pflegehinweise und Angaben zum optimalen Schlafklima. Auch die Werbung ist diesmal weniger übertrieben als in der Vergangenheit.
Ein kleines Manko bleibt: Das Brimborium um die Liegezonen. Die meisten modernen Matratzen haben sieben Liegezonen. Man muss recht nüchtern feststellen: Obwohl (zumindest drei) Zonen mit unterschiedlichen Liegeeigenschaften theoretisch sinnvoll sind, ergaben die Prüfungen der Stiftung jedoch, dass die Zoneneinteilungen in der Praxis wenig Einfluss auf die Liegeeigenschaften haben. Die Unterschiede der Zonen sind kaum messbar; geschweige denn spürbar.
In den Liegeeigenschaften schafften es dementsprechend alle Matratzen, ein „gut“ zu erstreiten. Abhängig von der Körpergröße müssten die Zonen für unterschiedlich große Menschen ganz woanders angeordnet sein. Eine Zoneneinteilung würde nur bei einer Maßanfertigung Sinn ergeben.
Die Öffnungszeiten des Infozentrums sind: Mo u. Di 10.00 bis 18.00, Do 10.00 bis 20.00 u. Fr. 10.00 bis 13.00.
Fr, 19. Okt 2007



