______________ (Name) ______________ ______________ _____________. (Adresse) Kundennummer: _______ An die swb Vertrieb GmbH Postfach 10 78 03 28078 Bremen Datum ________ Ihr Erhöhungsverlangen/ Widerspruch Sehr geehrte Damen und Herren, mit der von Ihnen geforderten Erhöhung des Gaspreises bin ich nicht einverstanden und widerspreche Ihrem Erhöhungsverlangen. Als Monopolunternehmen im Gaspreissektor sind Sie privilegiert. Das heißt aber nicht, dass Verbraucher gegenüber Ihrem Unternehmen und Ihrem Preiserhöhungsverlangen schutzlos gestellt sind. Sie müssen nämlich beweisen, dass die von Ihnen anvisierte Preiserhöhung billig (angemessen) ist (§ 315 BGB). Dazu bedarf es einer ausführlichen Begründung, Offenlegung der Kalkulation nebst Glaubhaftmachen durch Belege. Diesen Ansprüchen genügt Ihr Preiserhöhungsverlangen nicht. In diesem Zusammenhang darf ich noch auf die Rechtsausführungen des Bundesgerichtshofs zu § 307 BGB in der Flüssiggasentscheidung vom 21.09.2005 (Az.: VIII ZR 38/05) hinweisen. Ich bin der Meinung, daß Ihre Preisanpassungklauseln aus den gleichen Gründen nicht mit dem Recht der Allgemeinen Geschäftsbedingungen vereinbar sind, weil sie uns Gaskunden unangemessen benachteiligen. Abschließend darf ich noch auf Folgendes hinweisen: bis zur gerichtlichen Feststellung ist ungeklärt, wie hoch der geschuldete Rechnungsbetrag überhaupt ist. Aus diesem Grund kann nach der obergerichtlichen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs der Betrag zur Zahlung nicht fällig werden. Deshalb dürfen Sie die Gasversorgung weder einstellen noch mit der Einstellung drohen. Sollten Sie dies trotzdem tun, werde ich einstweiligen Rechtschutz in Anspruch nehmen und erlaube mir, Sie darauf aufmerksam zu machen, daß die Gerichte unter Berufung auf die obergerichtliche Rechtsprechung zugunsten der Verbraucher entschieden und eine Einstellung der Versorgung nicht erlaubt haben. Mit freundlichen Grüßen